Gartenbrief September 2015

Stellen Sie sich vor, unser Komposthaufen wurde zu einer Arche Noah!

Im August diesen Jahres wurde unser Komposthaufen zu einer Arche Noah. Die Terrasse ein Bootssteg!

Als 5 Tage Dauerregen unseren Garten in eine Seenlandschaft verwandelte.

Dieser, von einem rotorange glänzenden Hokaidokürbis bewachsene Hügel, diese Insel im Nichts, an deren Fuße sich kleine Wellen kräuselten, hat magisch alle Wühlmäuse und Maulwürfe angelockt und gewährte ihnen Asyl (wie Tagesaktuell!).

Verluste haben wir  bislang nicht gesichtet, im Gegenteil. Dieses Familientreffen hat anscheidend sehr zur Arterhaltung der kleinen Nager und Wühler beigetragen.

Übrigens, die im Frühlingsbrief angekündigten Dahlien, standen gerade in vollster Blüte als der Himmel seine Schleusen öffnete. Glauben Sie mir, Mexikaner hassen nasse Füsse! Deshalb tragen sie den großen Sombrero!

Die Dahlien sind alle gestorben.

Hallo und moin moin liebe Gartenbegeisterte!

Unter der Bezeichnung:

die Zeitlosen

finden Sie in Ihrem world wide web

einen Seniorenpflegedienst,

mehrere Kosmetikstudios,

eine Pension,

eine Theatergruppe und erstaunlicherweise eine ganze Pflanzenfamilie!

Eine Pflanzenfamilie die Zeitlosen? Wie außergewöhnlich und sonderbar klingt dieser Name?

Die zarten Herbstzeitlosen gehören natürlich zu dieser Familie, aber auch die bezaubernde Gloriosa, zu deutsch die Ruhmeskrone. Eine hübsche, filigrane Topfpflanze, leider ist sie nicht weit verbreitet, genießt wohl zu geringe Wertschätzung. Kann sich gegen 4,95 € Orchideen, 2 Trieber incl. Übertopf nicht durchsetzen und es bleibt bei reiner Ruhmeskronenliebhaberei.

Herbstzeitlose werden auch "Herbstvergessene", "Wintersafran", "Winterhauch", "Herbstlilie" genannt. Oder "Sohn vor dem Vater", was darauf hinweist, das der Sproß mit Samenkapsel im Frühjahr und damit vor der Blüte im Herbst erscheint.

"Nackte Jungfer" taucht auch als regionale Bezeichnung in der Literatur auf. Nun ja.

Herbstzeit - LOS! 

Die Zwiebeln müssen frühzeitig in die Erde, etwa bis Mitte September, bereits wenige Wochen später erscheinen die Krokusähnlichen Blüten in den Farben weiß, rosa bis violett.

Colchicum autumnale - album, major, pleniforum, alboplenum

Colchicum bornmuelleri

Colchicum cilicicum purpureum

Colchicum speciosum - album

Colchicum panonicum

Colchicum tenorii sind die Stichworte für Ihre Plauderei mit dem Pflanzenfachmann.

Auch der Safran Krokus Crocus sativus wandert jetzt ins Einkaufskörbchen und von dort zügig in ein warmes, durchlässiges Beet. Nur dort entwickelt und vermehrt er sich optimal, alsbald können Sie aus den den violetten Blüten die feurigroten Narben ernten und in der Küche nutzen.

Herbstzeitlose benötigen einen Standort, der im Winter nicht zu nass ist, aber das ist die Regel bei der Standortwahl nahezu all´ Ihrer Blumenzwiebeln.

Ob nun nackte Jungfern oder die Herbstschönheiten ERIKA, VERONICA, ANEMONA. Jetzt ist Damenwahl bei Ihrem Lieblingsgärtner.

"Der Herbst ist der Frühling des Winters." (Henri de Toulouse-Lautrec)

Erica gracilis, die Glockenheide war schlechthin der Herbsthit in den 80ern und 90ern. Recht bieder drängten sich seiner Zeit die Pflanzen in vielen Balkonkästen, Kübeln und auf Gräbern. Schon beim ersten Frost verwandelten sie sich in wenig attraktive schwarzgraue Besen und wichen erst im kommenden Frühjahr den frischen Stiefmütterchen.

Dem stehen heute 164 Arten bzw. Sorten Heidepflanzen im Sortiment einer bekannten Spezialgärtnerei gegenüber. Hello diversity, i´m comming.

Hebe bzw. Veronica sind kleine Halbsträucher mit teilweise winzigen Blättern. Im Beet oder Balkonkasten lassen sie sich zauberhaft kombinieren mit Gräsern, Heuchera, Alpenveilchen, Sedum, Wolfsmilch, Kräutern, Mühlenbeckia u.A.. Sie geben der Pflanzung eine schöne urwüchsige Struktur. Für die Nektarsammler sind die herbstblühenden Sorten natürlich der Treffpunkt.

 

Anemona. Den verschiedenen Arten sollte ich einen eigenen Gartenbrief widmen. Das griech. Wort anemos

bedeutet Wind. So tanzen sie auch im Wind, bereits im Frühjahr flattert das zarte Buschwindröschen Anemona blanda und ab Ende Juli bis in den Oktober wiegen sich Anemone hupehensis, A. hupehensis var. japonica, A. x Hybr., A. tomentosa und A. vitifolia im Staudenbeet, zwischen Hortensien, Wiesenraute und Silberkerze. Lassen Sie unbedingt alles Verblühte stehen, für ein zauberhaftes Schauspiel im Winter. Wenn die Samenstände aufplatzen, zieren kleine Wattebäuschchen das winterliche Staudenbeet.

Als Hahnenfußgewächs steckt in allen Anemonen ein natürlicher Eroberungstrieb! Sollten sie sich wohlfühlen.

Der Tapetenwechsel Sommerbepflanzung hin zum Herbstzauber ist natürlich Stimmungsabhängig oder richtet sich nach dem Zustand von Petunie, Pelargonie, Begonie und Co.

Wir selbst beobachten noch den Wettlauf zwischen einer Kübelbepflanzung und den tief herabhängenden Ästen des Apfelbaums. Werden die Petunienblüten noch den Boden küssen, erreichen die Triebe noch eine rekordverdächtige Länge von 80 cm?

Oder werden die Äste des Apfelbaumes das Rennen machen. Gut 30 cm fehlen hier noch, bis die Früchte den Spitzmäusen direkt vor der Nase baumeln.

Nach dem schlechten Ertrag 2014, hervorgerufen durch die Alternanz (eine Hormonschwankung bei Obstgehölzen, siehe Gartenbrief Herbst 2014) haben wir dieses Jahr Äpfel, die wie Weintrauben eng aufgereit am Ast sitzen.

Ob die Agentur für Arbeit uns dieses Jahr rechtzeitig Erntehelfer schicken wird?

Sind die Flaschen für den Apfelsaft schon gesäubert? Wieviel Apfelmus brauchen wir diesen Winter? 

Getrocknete Apfelscheiben .......................

Viel Freude wünsche ich Ihnen bei Ihrer Ernte. Wie wäre es mit einem kleinen Fest, mit einer Danksagung an Ihren Boden?

Ich hoffe, wir haben mit unseren Produkten dazu beitragen, daß Sie Ihren Garten in vollen Zügen genießen konnten. 

Ich hoffe, daß Sie noch Lust und Ideen haben für Neupflanzungen und Umgestaltung. Lebendigem, farbenfrohem statt Rindenmulch. 

Herbstzeit - Pflanzzeit

Herbstzeit - Streuzeit   ;-) auf dem Rasen, bei Neupflanzungen,

 

Liebe Grüße in Norddeutschlands Kästen, Kübel und Beete.

 

Gerhard Preuß

Oscorna Naturdünger

80 Jahre Gärtnern nach dem Vorbild der Natur

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Gartenbrief Juli 2015

Summertime

 

und ein kleiner Gartenbrief so zwischendurch. Lassen Sie die Gartenarbeit kurz ruhen, selbst dem Unkraut ist es zu ungemütlich und kalt. Es lässt das Wachsen, kommt ja auch keiner vorbei, um sich darüber aufzuregen und Schnecken muss man ja schon verzweifelt suchen.

Deshalb stehen morgens auch die Laufenten an der Terrassentür und tokkern aufgeregt mit ihren Schnäbeln an das Sicherheitsglas. Hunger!

Mit ihren langgestreckten Hälsen und wachsamen kleinen, braunen Knopfaugen beobachten sie argwöhnisch die Nahrungsaufnahme der kleinen Frühstücksrunde.

 

Ich finde es wunderschön, wie lange die Gehölze, Rosen, Stauden und Blumenzwiebeln in diesem Jahr blühen und leuchten.

Schauen Sie bei Ihren Gartenrundgängen bitte sorgfältig nach, ob Ihre Pflanzen und der Rasen ausreichend mit Wasser versorgt sind. Oft wird es überschätzt was vom Himmel so insgesamt heruntertröpfelt.

Faustregel für den Rasen: 20 - 25 Liter/m² alle 4-6 Tage bei anhaltender Trockenheit.

Wässern Sie im Garten möglichst morgens und nicht über das Laub der Pflanzen. Rosen verzeihen Ihnen dies überhaupt nicht.

 

Für kleine Anarchisten, Aktivisten, Idealisten und Schwärmer unter Ihnen der Linktipp 

http://hamburgschnackt.de/magazin/kategorie/lebensfreude/hamburg-gruent/

 

Viel Spaß beim Basteln, Werfen, Verschönern oder Verschenken.

 

Liebe bunte Grüße in alle Kästen, Kübel, Beete und ungenutzte Brachflächen Norddeutschlands
 

Gerhard Preuss

80 Jahre Gärtnern nach dem Vorbild der Natur


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Gartenbrief Mai/Juni 2015

Herzlich willkommen zum Frühsommergartenbrief!

 

Hatten Sie in Ihrer Kindheit auch einen Keller im Haus? Dunkel und ein bisschen muffig. So schwarzweiß wie das Fernsehen damals. Öffnete man die schwere Holztür und blickte die ausgetretene Treppe hinunter, war für Sekunden alles Mögliche denkbar. Eine Begegnung mit Catweazle, Edgar Wallace oder Fantomas.
Spätabends tat es daher auch gerne ein Glas Wasser aus der Leitung. Denn, den Kasten Mineralwasser konnte man bei der spärlichen Beleuchtung nur ertasten. Natürlich wurde er von fetten Spinnen, Kellerasseln und sonstigen Phantasien bewacht.
Tags, wenn durch die schmalen Kellerfenster Licht in die Unterwelt schien, eröffnete sich ein unterirdisches Reich verschiedenster einzelner Schatzkammern.
Der Kohlenkeller, Waschkeller, Weinkeller, Kartoffel- und allgemeiner Vorratskeller. Dort stand ein Regal mindestens 1,20 m tief und Kellerdeckenhoch. Darin Gläser und Flaschen, wertvoller als jedes Bleikristall im Wohnzimmerschrank. Denn sie waren prall gefüllt mit dem Sommer.
Herrliche Säfte und im dicken Zuckersaft schwimmende Früchte. Johannisbeeren, Stachelbeeren, Birnen, Zwetschgen, Pfirsiche, Mirabellen, Süßkirschen, Sauerkirschen.
Daneben Bohnen, Rote Beete und Gurken. Gurken, Gurken, Gurken. Kleine. Dicke. Geschälte. Oben im Glas der Dill, unten schwammen die Senfkörner. Welch ein Aroma und Farbenspiel in gelb, orange, rot und grün im Weckglas.
Und es gab einen Raum für die Dahlienknollen. Kurz vor dem ersten Frost wurden die kälteempfindlichen dicken Knollen aus der Erde genommen, der schwere Lehmboden leicht abgeschüttelt und so lagerten sie kopfüber bis zum nächsten Frühjahr im dunklen Keller. Warum kopfüber? Ich weiß es nicht, vielleicht eine überlieferte Tradition aus einer ostpreußischen Schlossgärtnerei. So geschehen Jahr ein - Jahr aus. So erreichten sie letzlich eine Größe und den Umfang eines Rades. 3 Knollen passten maximal in eine Schubkarre.
Lange fand ich Dahlien so kleingärtnerisch spießig wie nur sonst was. Aber sind das nicht nur Modererscheinungen?
Denken Sie nur mal an die Sanseverie (Bogenhanf), mega trendy! Der Bogenhanf hat überhaupt nur durch seinen unbeschreiblichen Überlebenswillen auf den Fensterbänken einiger Kneipenwirte überdauert und taucht jetzt wieder in der Szene auf. Dort wo sich hippe Einrichtungsstylisten und Puristen die Hand geben.
Hortensien, Montbretien sind heute die Stars der Cottage Gärten. Sehnsucht nach Nostalgie, Eleganz und ungezähmter Wildheit.

Ich habe mich an die dicken, fetten Sommersträuße aus Dahlien erinnert und ein kleines Sortiment gepflanzt.
In der botanischen Geschichte der Dahlie gibt es eine Besonderheit. 1791 wurden die ersten Dahliensamen aus Mexiko in Madrid ausgesät und es fand die wissenschaftliche Erstbeschreibung statt. Die Gattung erhielt zur Ehre des schwedischen Botanikers Andreas Dahl den Namen Dahlia.
1805 wurde die Gattung von dem deutschen Botaniker Wildenow ebenfalls beschrieben und er gab ihr den Namen Georgine oder Georgina, nach dem Botaniker Johann Gottlieb Georgi. 1810 kam dann die Berichtigung, denn die Erstbeschreibung einer Art oder Gattung hat immer Vorrang. Der Name Georgina ist aber nach wie vor in einigen Ländern gebräuchlich.

Sollten Sie eine Neuentdeckung machen im Pflanzen oder Tierreich, vielleicht in Ihrem Garten (es lebe die Biodiversität) haben Sie auch das Recht der Namensgebung. So entstanden botanische Namen wie
Maxillaria gorbatschowii - eine Orchideenart, nicht von Michael Gorbatschow entdeckt, aber nach ihm benannt.
- Litarachna lopezea, eine Milbe, benannt nach Jennifer Lopez. Ob ihr selbst das so gefällt? Eine MILBE!

- Polystachia anastacialynae, eine ostafrikanische Orchideenart, benannt nach Anastacia

- Masiakasaurus knopfleri, ein Saurier benannt nach Mark Knopfler. Der Saurier des rock´n roll.

Wenn Sie selbst keinen kühlen, trockenen Dahlienknollenüberwinterungskellerraum besitzen, jedes Frühjahr bietet sich Ihnen wieder die Möglichkeit Knollen zu kaufen. Etwa 2.800 Sorten sollen im deutsprachigen Raum erhältlich sein. Pomponblüten, Seerosenblüten, Kaktusblüten, Hirschgeweihblüten, Semikaktusblüten.......

Wesentlich einfacher, aber längst nicht so spektakulär wie das pflanzen und das gärtnerische begleiten einer Knolle, ist der Erwerb von blühenden Dahlienpflanzen im Topf oder Kübel. Ab sofort bei Ihrem Lieblingsgärtner. Standort sonnig (Heimat Mexiko!), hohe Sorten brauchen unbedingt eine gute Stütze, sonst knickt die ganze Pracht bei einem tüchtigen Sommerwind oder unter der Blütenfülle schnell um.

Einen schönen Überblick erhält man im Dahliengarten Hamburg-Altona, dem ältesten Europas. Seit 2002 steht sogar der Volkspark mit dem Dahliengarten unter Denkmalschutz und präsentiert jährlich 11.000 Pflanzen, in 600 Arten auf etwa 15.000 m². Eintritt frei.

Vielleicht finden Sie aber auch Dahlien hinter den offenen Gartenpforten der vielen Privatgärten und Parks in Norddeutschland.

Im Juni sind Sie eingeladen über den Zaun zu schauen, Näheres auf den Internetseiten

www.offenergarten.de

www.offene-pforten-niedersachsen.de

www.offene-gaerten-mv.de

Bleiben Sie neugierig.

Bleiben Sie mir treu.

- Im Juni/Juli erhält Ihr Rasen seine 2 Gabe Rasaflor, keine Angst - da kann nix verbrennen.

- Auch Ihre Rosen, ich finde sie haben sich bei der kühlen Witterung in diesem Frühjahr zwar etwas zurückhaltender aber viel robuster und gesünder entwickelt, werden ein weiteres Mal zur Hauptblüte gefüttert, mit Rosendünger. Die Belohnung: eine reiche Blüte bis spät in den Herbst.

- Gerade in niederschlagsreichen Jahren empfehlen die Rhododendronspezialisten für ihre prächtigen Blütensträucher eine Nachdüngung im Juni mit Rhododendronfutter.

Ihr Gärtner hält alle 3 Delikatessen, zusammengestellt von Oscorna, für Sie bereit. In seiner Auslage.

In seiner Oase für Bodenfruchtbarkeit und Pflanzenernährung.

Liebe Grüße in Norddeutschlands Kästen, Kübel, Beete. Ihnen allen einen schönen Sommer und viel Gartengenuss.

 

Gerhard Preuss

 

80 Jahre Gärtnern nach dem Vorbild der Natur

 

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Gartenbrief Dezember 2014

 

Liebe Wintergärtner, Leserinnen und Leser des Gartenbriefes !

 

So gänzlich leugnen kann man es nicht. Blickt man nach draußen ist es durchaus ein ganz klitzekleinwenigbisschen trostlos. Wohl den Gartenbesitzern, die nicht nur eine fade, immerimmerimmergrüne Wand direkt vor den Fenstern haben.

Ausgewählte Bäume und Sträucher mit einem bizarren Wuchs können durchaus herrliche Silhouetten am grauen Winterhimmel bilden. Oder denken Sie mal an die Gartengewächse mit farbiger Rinde wie z.B.

Alnus incana 'Aurea' - der Golderle

Cornus alba 'Kesselringii' - dem schwarzrindigen Hartriegel

Ítea virgínica - der virginische Rosmarinweide

Betula ermanii - der Ermanns Birke, Goldbirke, Kamtschatkabirke oder

Stephanandra tanakae - der hohen Kranzspiere!

Sie kennen vermutlich die auffällige Rinde der Platane?

Stewartia pseudocamellia - die Sommerkamelie und Pinus bungeana - die chinesische Tempelkiefer (welch schöner Name),

erneuern ihre Rinde auch regelmäßig. Es entsteht durch das Abblättern ein schöner mehrfarbiger Effekt, da verändert sich etwas, es lebt.

Schaffen es ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke, nehmen die goldbraunen Blätter der Rotbuchenhecke oder des Parrotiastrauches (persischer Eisenholzbaum), sie noch bis ins Frühjahr auf und reflektieren sie wunderbar. Zusammen mit den dunkelgrünen Eiben und den Buchsbaumformgehölzen ein zauberhafter Kontrast, vielleicht noch etwas Schneeflockenzuckerglasur oben drauf ............. hmmmmmmm. Fertig ist das perfekte Wintergartenbild.

Schon ab Januar/Februar gibt es, wenn Sie mögen, die ersten Frühlingsfarbtupfer bei heimischen Sträuchern und Bäumen:

Prunus subhirtella  `Autummnalis´ und `Autumnalis Rosea´ - Zierkirsche

Virburnum botnantense `Charles Lamont´ - Winterschneeball

Jasminum nudiflorum - Winterjasmin

Hamamelis mollis `Palida´, `Sunburst´ - Zaubernuss

Hamamelis intermedia versch. Sorten - Zaubernuss

Chimonathus praecox - chinesische Winterblüte

Sarcococca humilis - Schattenblume / Himalaya Fleischbeere

Bei einem Winterspaziergang durch einen Park, ein Arboretum, den örtlichen botanischen Garten oder die Quartiere einer Baumschule können Sie erste Eindrücke sammeln und planen wie sich die langweilige Hecke des Nachbarn kaschschieren lässt.

Für die gepflegte Gartenkonversation mit Neugierigen empfehle ich Ihnen, Ihre "Pflanzenaußenseiter" entsprechend zu beschildern. Mit ein klein wenig Geschick können Sie z.B. aus Kupferfolie Etiketten ausschneiden und mit einem Bleistift oder Kugelschreiber den Namen einprägen. Mit der Zeit nimmt das Kupfer den charakteristischen grünen Farbton durch die Oxidation an und das Pflanzenetikett wirkt sehr natürlich und morbide. Vintage stile heißt dies ja heute.

Noch etwas durchaus Erstaunliches passiert jetzt in der Natur. Die sogenannten Kaltkeimer, im Volksmund auch hin und wieder Frostkeimer genannt, nutzen die kalte Jahreszeit mit wechselnden Temperaturen zwischen -5 und + 10°C um sich weiter auszubreiten. Dazu zählen unter anderem:

Ackerkrummhals, Adonisröschen, Akelei, Anemonen, Aster, Bärlauch, Bergenie, Blaustern, Brennessel, Buschmalve, Buschwindröschen, Christrose, Clematis, Dicentra, Eisenhut, Edelweiss, Enzian, Fetthenne, Fingerhut, Frauenmantel, Froschlöffel, Gelenkblume, Glockenblumen, Gundermann, Guter Heinrich, Herbstzeitlose, Herzgespann, Himmelsleiter, Iris, Kuhschelle, Lavendel, Leberblümchen, Lilien, Märzenbecher, Milchstern, Mohn, Pfingstrose, Phlox, Primeln, Ranunkeln, Rittersporn, Salbei, Schachbrettblume, Schleifenblume, Schlüsselblume, Scheinmohn, Silbertaler, Silberkerze,Sonnenhut, Sterndolde, Stiefmütterchen, Tränendes Herz, Traubenhyazinthe, Trollblume, Vergissmeinnicht, Walnuß, Waldmeister, Winterling, Zierlauch,......

Unter dem Motto "Der frühe Vogel frisst den Wurm" besiedeln sie schon mal vorsorglich freies Territorium im Garten. Nutzen die erste Wärme und begnügen sich mit wenig Licht, um zu wachsen. Wissentlich es wird nicht einfacher, wenn erst einmal die Licht- und wärmeliebenden Samen sich anschicken zu keimen. Die Liste derer hätte einen weit größeren Umfang.

Menschen mit grünem Daumen, sollten es sich nicht nehmen lassen lassen, einmal gezielt in Töpfchen oder Saatschalen Kaltkeimer auszusäen. Ihr verständnisvoller Partner wird Ihnen sicherlich ein Plätzchen im Kühlschrank zuweisen, um die natürlichen Prozesse der Keimung nachzuahmen. Beide mögen bitte auch etwas Geduld aufbringen, bis Kaltkeimer so in die Puschen kommen, das kann schon mal 4 Wochen dauern.        You can´t hurry love. No, you just have to wait. (Diana Ross&The Supremes)

In den Wintermonaten werfen Sie bitte immer mal wieder einen Blick auf Ihre Zimmerpflanzen bzw. Überwinterungsgäste von der Terrasse oder dem Balkon.

Die rote Spinne, ein übler Pflanzenschädling, ist spezialisiert auf trockene Heizungsluft (das ist meist auch ein Stressfaktor für die Pflanze, aber auch Mensch) und breitet sich vom Efeu her beginnend, gerne rasant über ganze Fensterbänke aus. Fahle, gelbliche Blätter mit winzigen Einstichstellen sind erste Anzeichen, bevor im Endstadium die Pflanze fast vollständig in einem feinen Gespinst des Schädlings "erstickt". Sprühen Sie Ihre Pflanzen bitte hin und wieder mit warmem Leitungswasser vorbeugend ein, vermeiden Sie Trockenheit oder einen zu nassen "Fuß". Überschüssiges Wasser im Untersetzer und Übertopf gehört gießen Sie bitte rechtzeitig ab.. Bei Citrusgewächsen oder auch Oleander lohnt ein regelmäßiger Blick unter die Blätter. An den dicken Nerven/Leitungsbahnen rotten sich schnell ganze Familienverbände mit Schildläusen zusammen. in den Blattachseln sitzen die Wollläuse. Spätestens, wenn der sogenannte Honigtau auf dem darunterliegenden Parkett klebt, sollten Sie eingreifen. Ihr Pflanzendoktor wird Sie beraten und Ihnen helfen, was Sie auch vorbeugend bzw. zur Pflanzenkräftigung tun können.

 

Ihnen wünsche ich eine schöne Winterszeit.

Herzlichen und lieben Dank, dass ich Sie ein weiteres Jahr begleiten durfte.

Liebe Grüße in alle Kühlschränke, Beete, Kübel, Kästen und Töpfchen Norddeutschlands

 

Gerhard Preuss

Oscorna Naturdünger

79 Jahre gärtnern nach dem Vorbild der Natur

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Gartenbrief September 2014

Liebe Herbstzaubergärtnerinnen und Gärtner!

Herzlich willkommen bei der Spätsommer/Herbstausgabe des Gartenbriefes, ein Hallo an alle neuen "Abonennten".
Es war ein kurzes Telefonat, weil Auslandsgespräch. Der Anruferin hatte ich das Rasen mähen und das Gießen der Topf- und Kübelpflanzen übertragen, für die Dauer unserer botanischen Exkursion. Andere mögen es plump Urlaub nennen.
Es gab reichlich Bewerber für den Ferienjob, denn der Duft frisch geschnittenen Rasens macht bekannter Weise glücklich und der Aufenthalt im Freien, das Gärtnern baut Stress ab, ist der neue Sex, die lang ersehnte Rückkehr ins Paradies.......
Zusätzliche Attraktivität verlieh ich dem Angebot durch die Möglichkeit der totalen Selbstversorgung mit feinsten Obst und Gemüse aus dem Garten.
Blauviolette Kartoffeln mit einem leicht zarten Geschmack von Maronen. Dunkelgrüne Filetböhnchen. Knackigsüße Zuckererbsen. Der obligatorische Fenchel. Bella Zucchini. Würzige Schalotten. Pikanter frischer Knoblauch.
Tiefrote Johannisbeeren. Saftige Himbeeren. Tomate und Basilikum. Gurke und Dill. Purpurne Möhren.
On Top, für Auge, Nase sowie äußerst dekorativ in dickbauchigen Vasen, die kunterbunte Sommerblumenvielfalt. Zinnien, Cosmeen, Ringelblumen, Löwenmäulchen, Levkojen und Rosen. Alle Sinne berühren!
Aber zurück zu dem Anruf:

"Hallo, hier ist Gerd!"
"Ja, hallo hier ist M....."
"Was gibt´s?"
"Also, wenn du nach Hause kommst, wartet ganz viel Arbeit! Ein Baum vom Nachbarn ist in unseren Garten gestürzt, der Kürbis ist explodiert, wir können keine Gurken mehr sehen, geschweige essen.......!"

Was nun? 500 km vom Hobby, der grünen Liebe entfernt?
Den Gärtner zeichnet ja eine tiefe Gelassenheit aus. Hätte ich ein urgrossväterliches Pfeifchen zu Händen gehabt, jetzt wäre der Zeitpunkt gekommenen es zu stopfen und ein paar paffende Züge zu nehmen.
- Baum umgestürzt! Wahrscheinlich eine der spargeldünnen Erlen. Wird schon gut gegangen sein.
- Kürbis explodiert! Sie meint mit Sicherheit die Pflanze der Sorte `Muscat de Provence`. Das war zu erwarten, thront sie doch seit Mitte Mai auf dem fetten Kompost.
- Gurkenüberschuss! Na, dann googeln wir doch mal unter dem Stichwort: zu viele Gurken!!!(machen Sie mal!)
Mittlerweile ist die große Eintönigkeit aus dem Gemüsefach wieder verflogen. Weniger Gurken, dafür Porree und anderes Herbstgemüse.
Dazu die ersten aromatischen Äpfel. Nach sensationellen fetten Jahren mit ganz vielen Früchten, gibt es in diesem Jahr, wohl durch die "Alternanz" hervorgerufen, nur Wenige. Dafür aber sehr hübsche "Prinzen von Preussen". Diese Alternanz wird ausgelöst durch Hormonschwankungen und äußere Umstände die das Wohlbefinden stark beeinflussen, wie ein Kälteeinbruch im Frühjahr. Da sind sich Mensch und Baum doch sehr ähnlich, oder?
Leser, die schon längere Zeit mit mir durch unseren Garten streifen, kennen unsere Süßkirsche "Sunburst".
Sie entwickelte sich in so kurzer Zeit vom Jungbaum zum einem wunderschönen gestalterischen Element in unserem Garten. Im Winter ein imposanter Baum mit seinem weit verzweigten Geäst, im Frühling sein schneeweißes Kleid aus unzähligen Blüten, zur Sommerzeit stark bevölkert von Spitzbuben, Amseln und Staren und ein zudem schöner Schattenspender. Doch er kränkelte zusehenst. Kein Zuwachs mehr, die Blätter baumelten schlaff und völlig lustlos an den Zweigen.
So haben wir in diesem Frühjahr einstimmig ein Rettungspaket geschnürt und verabschiedet:
eine fette Schicht Kompost im gesamten Kronenbereich, dazu 2 Händevoll Hornspäne pro/m² und 4 x satt ORUS gießen.
Resultat: der schönste Rasen war unter dem Kirschbaum!
Ein Grünspecht hat mich dann auf die richtige Fährte gebracht. Regelmäßig hat er den Stamm angeflogen und sich durch ein kleines Loch fett und rund gefressen an Kellerasseln, Ohrenkneifern und anderen Leckereien. In einem großen Hohlraum unter der Rinde war das Holz schon zu weit von Pilzen und Bakterien angegriffen, so dass es keine Rettung mehr gab.
Einen Nutzen hat dieser Verlust. In 1-2 Jahren ist das Holz soweit getrocknet, um es zum Heizen zu verwenden. Dann sitzen wir am Kaminofen und genießen ein warmes Feuerchen. Im Garten dürfte dann längst ein neuer Süßkirschenbaum fest verwurzelt sein.

Der Kompost, den Sie im Frühjahr komponiert haben, ist jetzt womöglich reif für den feierlichen Anstich und das Ausstreuen. Idealerweise entsteht an gleicher Stelle wieder eine feine neue Kompostmiete. Bestens zusammengestellte, vermischte Gartenabfälle reichern Sie mit einer Prise altem Kompost an und verfeinern es mit dem Oscorna Kompostbeschleuniger. Ihrem Lieblingsgärtner habe ich ans Herz gelegt, sich damit großzügig zu bevorraten.
Die Inhaltsstoffe dieser Tüte sichern Ihnen eine wunderbare, sichere und schnelle Rotte. Liefern, zur Umsetzung des "Abfalls" und für den Aufbau wertvollster Tonhumuskomplexe, den Mikroorganismen die notwendigen Naturmineralien. Wie feinster Algenkalk, Steinmehl aus jungvulkanischen Basalt und Edasil, einem edlen Tonmineral. Sie regulieren sorgsam den pH Wert und steuern behutsam die Feuchtigkeit im Kompost. Wohl dosierte Anteile natürlich gebundenen Stickstoffs in Hornspänen sind das notwendige Futter für die Kleinstlebewesen, um die etwas holzigen Gartenabfälle gut zu zersetzen.
2 Hände voll Oscorna Kompostbeschleuniger streuen Sie auf jede der etwa 20 cm starken einzelnen Schichten Ihres Kompostes. So reichen 5kg gut für 3-5 m³. Egal, ob für die traditionelle Miete, den Kompostbehälter oder nur als Geruchsbindung bei den kommunalen Biotonnen.
Beim Herbstgartenrundgang durch das GelbOrangeViolettRot und die im Wind spielenden Gräserähren zeigen sich auch die kleinen Erfolge, wenn der Gärtner tugendhaft geduldig war. Sich um den richtigen Standort, eine gezielte Bodenverbesserung und Ernährung kümmerte. Alle drei kostbaren Blumenhartriegel haben sich bestens etabliert. Den Ball- und Bauernhortensien tat der Sommer sichtlich gut, sie sind prächtig gewachsen und sie tragen noch festes dunkelgrünes Laub. Jetzt hoffe ich auf einen milden Winter, dass die Temperaturen nicht unter die -15 oder gar -20 Grad fallen. Selbstverständlich liegt für den Fall der Fälle immer etwas Herbstlaub bereit. Schneiden Sie Hortensien im Frühjahr, etwa im April. Bei den Ball- und Bauernhortensien dürfen Sie nur trockenes Holz und alte Blütenstände herausschneiden. Diese Arten blühen am alten Holz, haben also 2014 bereits die Blütenanlage für den nächsten Sommer in der Knopse, die jetzt in der Blattachsel ausreift, gebildet.
Durch Züchtung entstanden aber neue Sorten, die dazu neigen auch am jungen einjährigen Holz zu blühen.Dazu gehören:
"Forever & Ever", "Everbloom", "You & ME" und die Ihnen vielleicht schon bekannten Sorten der "Endless Summer" Hortensien, welche sogar ganz sicher an den jungen Trieben Blütenknospen bildet. Diese Sorten haben also eine höhere Schnittverträglichkeit.
Bei den Rispen- und Schneeballhortensien fördert ein jährlicher, scharfer Rückschnitt die Blüte sogar.

Ich wünsche Ihnen allen noch sehr viel Freude bei Ihrer Gartenarbeit und uns allen einen goldenen Oktober. Dass die Äpfel in der Herbstsonne noch würziger und rotbackiger werden. Die Herbstblüher noch lange strahlen. Der Feldsalatsamen schön keimt und heranwächst. Alle Ihre Neupflanzungen sich noch im warmen Boden bestens verwurzeln. Die letzten Rosenknospen noch aufspringen........
Bevor Sie die Schuppentür für den Winter schließen, den Rasenmäher einmotten, seien Sie bitte so nett und streuen noch Oscorna Rasaflor auf ihren Rasen. Die Herbstdüngung, welche Ihren Rasen schön stärkt für den Winter und im Frühjahr rechtzeitig wieder mit Nahrung versorgt.

Liebe Grüße in Norddeutschlands Beete, Kübel, Kästen und Komposthaufen.
Ihr
Gerhard Preuss

Oscorna Naturdünger
79 Jahre Gärtnern nach dem Vorbild der Natur

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Gartenbrief Juli 2014

 

 Sommerastern und Strandflieder!

Liebe Gartenbegeisterte!
Jetzt ist die Zeit der bunten Sonnenbräute (Helenium), der strahlenden Sonnenaugen (Heliopsis) und der zarten Sonnenflügel (Helipterum).
Bei Sonnenwende (Heliotropium) treffen sie sich mit dem Sommervergißmeinnicht (Omphalodes), den Sonnenblumen (Helianthus), den Sonnenröschen (Helianthemum) zum Tanz im glitzernden Sonnentau (Drosera). Sommergartenfeeling pur. Wunderschöne Pflanzenbegegnungen, erste süße Ernteerlebnisse und hoffentlich reichlich Komplimente über den Gartenzaun für all´ Ihre Mühe, Geduld, Gelassenheit und auch Mut dürften Sie nun erleben.
Mit großer Spannung beobachten wir die kleinen Fortschritte der Saatgutmischung "Liebesgrüße" in einem unserer Beete. Eine einjährige Schnittblumenmischung in allen bunten Rottönen dieser Welt. Bitte auf unkrautfreien Boden aussäen, stand auf der Packung.
Jahrelange, umfassende Erfahrungen mit einem Bodenschatz aus scheinbar tausend keimfähigen Wildkräutersamen liegen ja bereits bestens dokumentiert in unseren Gartentagebüchern vor.
Wer bitteschön hat einen unkrautfreien Boden? Ja, klar. Selbstverständlich zu dem Zeitpunkt der Aussaat war alles Bestens hergerichtet.
Nun tauchen sie auf, das Franzosenkraut, die Vogelmiere, die kleine Brennnessel, das Labkraut, die Gartenmelde......man kennt die üblichen Verdächtigen irgendwann. Als Kenner der Szene schon im winzigen Keimblattstadium. Meist siedeln sie sich auf Grund der Bodenbeschaffenheit an. Bisschen rücksichtslos und egoistisch, doch ist es die reine Arterhaltung. Kleine Malven, Löwenmäulchen, Strohblumen haben es da ohne die Hilfe des Gärtners mitunter ganz tüchtig schwer.
Manchem Anfänger wächst es da schnell über den Kopf.
Doch ist es nicht immer nur das Unkraut. Der Omorikafichtengeneration der 70´er widerfuhr es mit einem Einwanderer aus Serbien.
Wie sich die Serbische Fichte (Picea omorika) ohne das Internet, social network, apps etc. so rasant in den Vorgärten Deutschlands verbreiten konnte, ist mir nach wie vor ein Rätsel. Heute weichen die letzten Bestände allmählich der bunten Pflanzenvielfalt Ihres Lieblingsgärtners. Wissen Sie warum Oscorna seit vielen Jahren keinen Tannendünger mehr im Sortiment hat?
Diese Fichten, Tannen usw. sind auf Grund unseres Klimas so schnell gewachsen, dass viele Verbraucher eine Ernährung für absolut überflüssig hielten. Tannendünger wurde zum Ladenhüter. 
Aber allgemeiner Nährstoffmangel, Bodenmüdigkeit waren die Folgen und führten dann recht schnell zu gelben Nadeln oder Schädlingsbefall. Dies wollte der Gärtner mit Bittersalz in den Griff bekommen. Vergeblich.
Jeder von Ihnen hat bestimmt so seine über den Kopf gewachsen Pflanzenerfahrungen. Ohne jeglichen grünen Daumen werden aus kleinen zarten Pflanzenkindern oder verführerischen Samenmischungen ganze Wälder, ein undurchdringlicher grüner Amazonasdschungel. Meist sogar ohne eine Extraportion Oscorna Bodenaktivator oder Oscorna Dünger. Hier sehen sie ein Bild unserer "Bärlauchernte"!
Abhilfe finden sie in der gut ausgestatteten Gartengeräteabteilung, bei den verständnisvollen. mitfühlenden Verkäufern und dem reichen Equipment aus Grubern, Hacken, Scheren, Sägen.....
Gutes Werkzeug, gute Laune!
So kann z.B. der Frauenmantel (Alchemilla), eine wirklich hübsche und effektiv bodendeckende Staude, recht schnell zur Plage werden, wenn sie nicht alsbald die verblühten hellgrünen Blütenpüschel entfernen. In jeder noch so schmalen Fuge findet sich immer ein Krümel Humus zur Keimung.
Ein Staudenbeet voll Fingerhut oder Akelei? Lassen sie die Samenstände stehen bis sie sich gänzlich entleert haben! Der Sommerwind wird sie verstreuen oder die Ameisen nehmen die Samen huckepack und verteilen sie großzügig.
Schnell werden die Sämlinge von den letzten kahlen Stellen Ihres Gartens Besitz ergreifen, ihn erobern wie Wildkräuter, nur schöner. Bunter, wilder.
Haben Sie in Ihrem Garten schon wieder Platz für ein paar Aussaaten? Geordnet, mit Etikett, in schnurgeraden Reihen? Ist vielleicht schon ein Beet mit Kopfsalat abgeerntet? Möchten Sie miterleben, mitfiebern, wie aus einem winzigen Samenkorn in einem knappen Jahr ein wunderschönes Stiefmütterchen, eine Stockrose, Bartnelke, ein Tausendschön entsteht?
Dies sind Beispiele für zweijährige Blumen. Der Botaniker kennzeichnet sie mit dem Symbol   .
Sie haben die rein vegetative Phase im ersten Jahr nach der Aussaat im Juli/Anf. August. Überwintern in Beeten oder Gefäßen und haben im Folgejahr die sogenannte generative Phase mit der Blüten- und Samenbildung, danach sterben Sie ab. Der Fachmann am Saatregal berät Sie sicherlich gerne bezüglich seines Angebots Zweijähriger. Schlendern Sie doch bei Ihrem Besuch noch mal durch die Abteilung für Pflanzenernährung und Pflanzenpflege.
Denken Sie an die Starkzehrer in Ihrem Garten wie den Rasen oder die Rosen. Sie haben es sich redlich verdient nochmal großzügig mit Futter versorgt zu werden. Die Königinnen für eine lange Blütezeit und kräftiges, gesundes und glänzendes Laub, der Rasen für dauerhaftes sattes Grün. Herrlich dicht und strapazierfähig.
80 Gramm pro m², also eine knappe Gärtnerhand voll für "Augusta Luise", "Bonanza". "Leonardo da Vinci", "Heidi Klum" bekommt 90 Gramm feinsten Oscorna Rosendünger oder Oscorna ANIMALIN.
50 Gramm Oscorna RASAFLOR für jeden Quadratmeter "Berliner Tiergarten", "SpielSport", "Fürst Pückler" oder SchnickSchnackSchnuckRasen. Very very simpel.
Haben Sie schon wie ein Skulpturenkünstler im Grünen, mit der japanischen Buchsbaumschere oder der etwas gröberen elektrischen Heckenschere, Ihre Formgehölze beschnitten? Auch hier greifen Sie anschließend in Ihre linke Hosentasche und lassen etwas ANIMALIN bzw. Oscorna Baumstrauchheckendünger fallen.
Die Pflanzen brauchen Kraft für den Neuaustrieb und zur Wundheilung. Wenn Sie in den kommenden Tagen planen sich dieser Tätigkeit zu widmen, bitte schneiden Sie nicht in der prallen Sonne! Weil ich mich um Sie Sorge und um Ihre Pflanzen. Insbesondere der Buchsbaum reagiert wie eine Diva und hässliche Verbrennungen auf den Blättern sind die Folge. Wählen Sie eine Phase mit bedeckten Himmel.
Zu guter Letzt noch ein kleiner Tipp die Attraktivität Ihres Gartens im Hochsommer für die vielen kleinen fleißigen Helfer zu steigern. Stellen Sie doch in Sichtweite Ihres Lieblingsplatzes eine flache Schale mit frischem Wasser als Badeplatz für die Vögel auf. Herrlich.
Sommergartenfeeling pur.
Ich wünsche Ihnen viele lange Sommersonnenterrassentage und das frischgrüne, kühlende Blätterdach eines alten Apfelbaums. Sollten Sie den schönen Norden für eine Urlaubsreise verlassen dann genießen Sie die Zeit, das Land, die Menschen und kommen gesund zurück.
Liebe Grüße in alle Kästen, Kübel, Beete Norddeutschlands.

 

Gerhard Preuss

Oscorna Naturdünger

80 Jahre Gärtnern nach dem Vorbild der Natur

 

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 Gartenbrief März 2014

 

Liebe Gartenliebhaber und Pflanzenfreunde,


ein Garten ist ja bekanntlich nie fertig. Im Frühjahr mischt der Gärtner die Farben neu an. Streut sie aus auf die Mutter Erde seiner Beete, wo sie mit den Bäumen, Hecken und Stauden, also den mehrjährigen festen Bestandteilen und Strukturen seines Gartens, ein neues Gemälde für mindestens 8 Monate zaubern. Neues integrieren und eingliedern, Bewährtes inszenieren, ein Miteinander komponieren und gestalten. Je nach Wesensart und Veranlagung schmiedet er dazu über Winter ausgiebigst seine Pläne. Zählt akribisch Samenkörner, legt sich bereits im Januar einen wohl gemeinten Vorrat an Substraten, Düngern an, grübelt gedankenversunken über alten Aufzeichnungen in seinen Tagebüchern oder kopfschüttelnd über bunten, schrillen Gartenkatalogen. Auch das Erstellen eines modernen 3D Gartenplans am PC, das Festlegen von Arbeitsabläufen im Outlookkalender des Smartphones sind Möglichkeiten sich den Arbeiten in der Natur wieder zu nähern. Oder der Gärtner ist mehr der Künstler, Tee trinken, zum Himmel schauen und abwarten. Jeden Tag eine neue Idee. Nicht planlos, aber er lässt sich treiben und auch gerne inspirieren.
Zum Beispiel von seinem Lieblingsgärtner, dieser steckt in den letzten Vorbereitungen für die neue Gartensaison. Er hat den Winter genutzt, um sich bestens auf Ihr Kommen vorzubereiten. Sein Angebot, traditionell Bewährtes und sicher auch faszinierend, neues Buntes. Schauen Sie mal rein und legen Ihren Kofferraum, die Rückbank und den Fußraum Ihres Minivans schon mal vorsorglich mit alten Decken aus.

   

Ihr Boden braucht jetzt vor allem sehr viel weniger von DEM, was ihn nach einem Gartenjahr und dem Winter zusätzlich ausmergelt, kraftlos und "blutarm macht", ihn abmagert, auslaugt. Ausgemergelt durch eine klassische Überkalkung nach einer Fehldiagnose! Nämlich: Moos bedeute gleichsam der Boden sei extrem übersäuert! Zuviel Kalk einfach pauschal, ohne weitere Kenntnisse über Ihren Boden und dessen pH Wert , gestreut 

lässt Pionierpflanzen wie z.B. Moose gerne üppigst gedeihen oder auch unerwünschte Wildkräuter. Zeigerpflanzen für einen toten unfruchtbaren Boden. Zustände treten ein, wie vor 400 Millionen Jahren, als die Erde noch keine Humusschicht bedeckte. Dabei müssten wir es doch längst besser wissen. Jede Bodenart, ob leicht, schwer oder humos hat ihren eigenen optimalen pH Wert. Kalk treibt ihn regelrecht nach oben und mergelt eben aus. Der pH Wert, aus dem lat. pondus Hydrogenii, gibt Auskunft darüber, wie viele Wasserstoffionen in einem Stoff sind. Der Wert 0 ist sehr sauer, der Wert 14 ist sehr basisch oder wird auch als alkalisch, kalkhaltig. bezeichnet. Der Mittelwert 7, ist der Neutralwert.
Im schwach sauren Bereich zwischen 5,6 und 6,5 wächst es sich am Besten (Vorsicht! es gibt einige Ausnahmen), weil die Vielfalt an Nährstoffen gut verfügbar ist und weil die Vielfalt der Bodenlebewesen am höchsten ist. Streuen Sie lieber den vielfältigen, ausgewogenen und weicherdigen Oscorna Bodenaktivator und fördern damit wieder den Reichtum Ihres Bodens.
Buntheit, Farbigkeit, Formenreichtum, Mischkultur, Üppigkeit im Boden und darüber sind Erfolgsgaranten für ein schönes Gartenjahr.


Gehen sie es bitte gelassen an, auch wenn Ihre Gartenbegegnungen im Winter vielleicht sehr spärlich waren. So verlor ich gefühlt beim Schnickschnackschnuck mindestens 20 x und habe den Komposteimer leeren müssen zwischen November und jetzt. Mit dem letzten Lichtstrahl um 16.00 Uhr. Vorbei an den leeren Staudenbeeten und kahlen Sträuchern, mit Winterjacke, die Kapuze tief gezogen im Gesicht auf einem ausgetretenen Pfad zum Komposthaufen. Jedoch scheint ja mit den ersten beiden gelebten Vorvorfrühlingssamstagen der Winter 2013/14 bereits gefühlt vorbei! Juchu, man kann schon bis 18.00 Uhr abends die Finger schmutzig machen. Endlich wieder Erde unter den Fingernägeln. Bei ersten Grabungen am vergangenen Samstag habe ich allerdings das Bodenlebewesen schlechthin, den Regenwurm, aus seinem Winterschlaf gut 30 cm unter der Erde geweckt. Die heftigen Bodenerschütterungen durch den Spaten, dazu die schon sehr intensiven Sonnenstrahlen auf seiner sehr empfindsamen Haut, autsch! Schnell habe ich mich mehrmals bei ihm entschuldigt und versprochen seinen Tisch schon einmal zu decken mit organischen Delikatessen. Etwas Kompost + Oscorna Dünger.
Wenn Sie über reifen Kompost verfügen, bitte verwenden Sie etwa 2-3 Liter pro m². Nur ausstreuen und leicht einarbeiten, bitte nicht untergraben. Die Frühlingsvitaminspritze für Boden und Pflanzen, überall im Garten, auch auf dem Rasen! Einige Schaufeln legen Sie an die Seite, sie sind gut und sehr wertvoll wenn Sie in den nächsten Wochen die Staudenbeete „schier“ machen oder die Reste der Gründüngungspflanzen von den Beeten räumen und einen neuen Kompost starten. Mit den wenigen Händen Komposterde impfen Sie regelrecht Ihren neuen Kompost mit den notwendigen Kleinstlebewesen. Streuen Sie Lagenweise immer etwas zwischen das Material und wenn Sie mögen geben Sie eine Handvoll Oscorna Kompostbeschleuniger hinzu. So entsteht in wenigen Wochen wieder neues „Gärtnergold“.

Mit Hochspannung beobachten wir die winzigen Fortschritte  an Sauerkirsche, Pflaume und Birne. Werden die Neuankömmlinge auf unserer Streuobstwiese bald Blätter, Blüten und auch schon Früchte tragen?

 

Ihnen wünsche ich viele warme, weckende Sonnenstrahlen in Ihre Kästen, Kübel und Beete.

Schöne Grüße in Norddeutschlands Gärten.


Gerhard Preuß

 

Oscorna Naturdünger 

80 Jahre biologisches Gärtnern nach dem Vorbild der Natur

 

 

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 Gartenbrief Dezember 2013

Liebe Gartenbriefabonennten,

sie ist stark gefährdet, vom Aussterben bedroht und ist daher durch die Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt:
die Winterliebe! Chimaphila umbellata
cheima griech. Winter
philos  griech. - Freund
umbellata - kleindoldig

Das Dolden Winterlieb gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceen) und jetzt aufgepasst: zu der Unterfamilie der FICHTENSPARGELGEWÄCHSE! Wow!
Wenn Sie bei Ihren langen Winterspaziergängen in den Kiefernwäldern des nordostdeutschen Tieflandes sehr aufmerksam durch das Unterholz streifen, werden Sie ihm begegnen. Halbstrauchartig und nur 15 - 20 cm groß, seine bezaubernden Blüten dürften Sie jedoch erst später im Jahr (etwa Ende Juli - Anfang August) entdecken.

Im worldwideweb finden Sie schönes Bildmaterial dieser seltenen Pflanze.

Das Winterlieb benötigt, um nicht gänzlich auszusterben, unbedingt die verschiedenen Symbiosen mit den Bodenpilzen. Dies ist das Zusammenleben verschiedener Organismen zum gegenseitigen Nutzen. Vereinfacht gesagt: die Pflanze erhält wertvolle Mineralien von den Pilzen und gibt ihnen dafür Zucker. 

Durch die Forstbewirtschaftung mit schweren, bodenverdichtenden Maschinen, aber auch durch unkontrolierte Nährstoffeinträge kommt es zu einer Schädigung und Schwächung der sehr nützlichen Pilze, dies führt dann zur Absterben der Winterliebe.  :-(

Warum erzähle ich Ihnen die Geschichte? 

- weil sich natürlich der Name Winterlieb wunderbar einreiht in Herbstzeitlose (Colchicum), Mützenstrauch (Miltraria) und Funkelstern (Chamaelirium).

- weil es wieder einmal anschaulich zeigt, wie eng in der Natur alles miteinander verküpft ist, von einander abhängig ist und letztendlich wie wenig wir über die Ursachen wissen, wenn z.B. unsere Lieblingsblume nicht mehr lächelt und strahlt.

Vermutlich wurde das Winterlieb deswegen auch keine Gartenpflanze und sicherlich wird es auch in naher Zukunft nie diesen zweifelhaften Weltruhm erlangen wie der gemeine BaumarktKIRSCHLORBEER. Prunus praktikus.  .-)

Der Boden in Ihrem Garten liegt sicherlich schön warm unter einer Decke aus Kompost, Mulch, Bienenweide oder Mischlaub von Obstbäumen und anderen Laubgehölzen. Der Humus von Morgen.

So behält er seine krümelige Struktur mit genügend Poren für Luft und Wasser. Die Mulchdecke verlängert die Arbeitssaison der Bodenlebewesen, das Wurzelwachstum wird weniger gestört durch Frost und tief gefrorenen Boden. Es kann sich den Winter über ungehindert entwickeln. Mulch reduziert ebenfalls die Wasserverdunstung, welche in den vergangenen Wintern oft zu den leidvollen Pflanzenausfällen führte. Hier nocheinmal der Tipp: streuen Sie bitte unter den Rindenmulch eine handvoll/m² OSCORNA Animalin oder die OSCORNA Hornspäne aus. Dies gleicht den Nährstoffmangel aus, welcher durch die Zersetzung der Zellulose und Holzanteile entsteht.

Natürlicher und wertvoller als eine künstliche Rindenmulchdecke aus dem Beutel, ist eine geschlossene Pflanzendecke. Für die halbschattigen Bereiche, auch an trockenen Standorte möchte ich Ihnen unbedingt die Staude des Jahres 2014  die Elfenblume / Epimedium ans Herz legen. Sie ist sehr anspruchslos, pflegeleicht, teilweise im Winter grün, laubschluckend, stark Unkraut unterdrückend. Super Vorteile für den inteligenten faulen Gärtner.

Ich bewundere jedes Jahr den farbenfrohen Blattaustrieb, fast gleichzeitig erscheinen die grazilen Blüten in den Farbtönen weiss, lilarosa,  zartgelb bis orange und schweben darüber hinweg.

Dort wo durch Lichtmangel der Rasen schnell vermoost bzw. zusätzlich unter dem Nährstoff/ Wasserentzug der Sträucher und Hecken leidet, bieten die Elfenblumen eine echte Alternative zum Gras. Sprechen Sie doch Ihren Gartenlandschaftsbauer bezüglich einer Umgestaltung an bzw. malen Sie auf Ihren Wunschzettel schon mal ein paar Elfen.

 Ich gehe jetzt in den Gemüsegarten. Dort verbirgt sich für die Feiertage noch eine kleine Leckerei.

Mit der letzten Ernte beenden wir das Gartenjahr, welches so spät begann und uns vom Spätsommer bis in den Herbst hinein mit vielen warmen Sonnenstunden doch noch ein wenig entschädigte.

Der Rapunzel oder auch Feldsalat mit seinem nussigen Geschmack wird das Feiertagsmenue krönen. Kaum zu glauben, ein paar Quadratmeter haben uns gut 2 Monate 1 mal wöchentlich mit frischen Salat versorgt.

Wichtig ist, zu Beginn der Kultur im Garten, daß ein geduldiger Gärtner mit geschulten Blick kurz nach dem Auflaufen der Keimlinge, die Unkräuter von den kleinen Rapunzeln fein säuberlich zu trennen vermag. Die 2 Stunden, unkrautpulend im Beet sind es aber immer wert und fast eine kleine Therapie. Slowfood eben.

 Leider hat der Sturm Christian ihn diesem Jahr von Nordwest her reichlich Nadeln der Omorikafichten unserer Nachbarn gestreut und damit den Feldsalat garniert. Sollte er nicht gründlichst gewaschen werden, entsteht zusätzlich beim Essen ein winterweihnachtlicher Geschmack im Abgang. Wie schön!?

 

Herzlichen Dank liebe Leser, dass ich Sie durch das Gartenjahr 2013 begleiten durfte.

Grüße in alle Beete, Kästen und Kübel Norddeutschlands

 

Gerhard Preuss

 Oscorna Naturdünger

80 Jahre natürliches gärtnern nach dem Vorbild der Natur

 

 


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 Gartenbrief September/Oktober 2013

 

Feurig farbenfroher September, leuchtender Oktober!


Willkommen bei der Herbstausgabe  des Gartenbriefs. Nicht nur die warmen Herbstfarben strahlen um die Wette, nein kurz vor dem Winter kann man bei den letzten wichtigen Gartenarbeiten wunderbar erdig warme Düfte, Aromen und eine ganz besondere Würze des Spätsommers erleben.

Der Dill ist schon lange ein ganz treuer Begleiter durch unser Gartenjahr. Er darf sich (nahezu) ungehindert ausbreiten. So taucht er mittlerweile ungefragt im ganzen Nutzgarten auf. Seine Schirmchen stehen wachsam im Bohnen-, Kartoffel- oder Blumenbeet und tanzen im Wind. Schon tauchen wieder kleine Sämlinge für 2014 auf. Trauen Sie sich einmal an die Herbstaussaat dieses, selbst in der Blumenvase äußerst dekorativen Küchenkrautes, heran.
Bevor jetzt die großen Dolden alle Samen verstreuen, entfernen wir lieber die üppigen, teils mannshohen Gewächse, dabei verströmt die Pflanze ganze Quellwolken ätherischer Öle und der Moornebel fängt sie ein und hält sie fest.
Erinnerungen an die dampfenden Weckgläser mit quietschegrünen Gürkchen aus der Kindheit. Gleich daneben wächst noch der Borretsch oder auch Gurkenkraut genannt. Solange er noch mit seinen magisch blauen Blüten die Bienen und Hummeln lockt und nährt, ist er noch kein Fall für den Kompost.
Der schwere Geruch des Fallobstes vermischt sich mit dem blumig, warmen femininen der Rosenblüten. Vergessen ist das nasskalte Frühjahr, die Ängste um `Queen Mary´, `Winchester Cathedral´, `Mary Rose´ usw. Selten zeigten sich die Königinnen des Gartens noch so prachtvoll wie im Spätsommer/Herbst 2013.
Das ist gewissermaßen das Dankeschön für die 2 Hände voll Oscorna Rosendünger/ bzw. Oscorna Animalin pro m² im Sommer.
Am 5. September ist der Igel zurückgekehrt! Mit spitzer Nase voran kraxelt er durch den Garten. Immer auf der Suche nach Insekten und auch gerne mal was Schneckiges.
Dachte, dass auch Obst auf seinem Speiseplan stünde, so wie der an einem heruntergefallenen `Prinzenapfel´ schnuppert. Er ist ein reiner Fleischfresser, höchstens mal einen Regenwurm mit zufällig garniertem Grashalm.
Kann man ja auch verstehen.
Sehr empfehlenswert, um das Müsli mit frischen Früchten zu ergänzen sind Herbsthimbeeren (z.B. Sorte `Autumn Bliss´) und Monatserdbeeren (z.B. Sorte `Rügen´).
Herbsthimbeeren tragen am einjährigen Holz, sie werden im Gegensatz zu den sommertragenden Sorten nicht vom Himbeerkäfer sowie dem Himbeerblütenstecher aufgesucht.
Die Monatserdbeere ist ein sehr guter, anspruchsloser Bodendecker im Halbschatten, trägt fortlaufend frische, wohlschmeckende Früchte und ist im Herbst noch eine nützliche Bienenweide. Kaum zu verstehen, dass der nächtliche Besuch der Rehe nicht diesen Leckerbissen gilt.
Aber dem frischem Rosenlaub! Nicht von jeder Rosensorte, nein. Und selbstverständlich immer nur die vordersten zarten Spitzen. Der Rückzug der Vierbeiner erfolgte dann wohl panisch durch das Beet mit dem frisch gesäten Feldsalat. Hallo, geht´s noch! Warum fressen Rehe eigentlich keinen Giersch?

Karl Foerster/Staudengärtner:"Herr Foerster, was machen Sie gegen Löwenzahn?"

        "Lernt den Löwenzahn lieben!"

Auf den abgeernteten Beeten reckt sich üppig die Phacelia/ Bienenweide gegen den Himmel. Bitte schützen Sie Ihren Boden vor Frost, starken Niederschlägen, trockenen eisig kalten Polarwinterwinden mit einer rechtzeitigen Aussaat verschiedener Gründüngerpflanzen wie der Phacelia, Senf, Lupine, Luzerne etc.
Er dankt es Ihnen mit anhaltender Fruchtbarkeit, bleibt dabei wunderbar feinkrümelig und ist im Frühjahr herrlich leicht zu bearbeiten.

Widmen Sie sich im Herbst dem Garten noch einmal ausgiebigst.
Blumenzwiebelsortimente stellen sich Ihnen bei Ihrem Lieblingsgärtner in den Weg, ausgewählte Stauden für Kübel- und Pflanzkästen wie der „Herbstzauber“ warten auf Ihr Kommen und Ihr schönstes Grün – der Rasen – braucht Rasaflor und Bodenaktivator. :-)
Ihre Investitionen und Ihr Tun im Herbst sind ganz wichtig für ein erholsamen „Gärtnerwinterschlaf“ sowie einen guten Start ins kommende Frühjahr.
Liebe Grüße in Nordeutschlands Beete, Kästen und Kübel

Gerhard Preuß

 

Oscorna Naturdünger 

80 Jahre biologisches Gärtnern nach dem Vorbild der Natur


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 Gartenbrief Juli 2013


Liebe Freunde des Sommers und der Gartenkultur!

Ein Traumsommer! 

Gestern war auch wieder einer dieser Jelängerjelieber (Lonicera) - Tage. 

Lassen Sie getrost in den nächsten Tagen den Frauenmantel (Alchemilla) zu Hause. Schützen Sie  Ihr Frauenhaar (Adiantum) und das  Bubiköpfchen (Helexine). 

Ein Sonnenhut (Rudbeckia) ist immer zu empfehlen! In den klassischen Gelbtönen oder prächtigen Purpur bzw. modernen weißcreme Farben. Für den Gernegroß (Macromeria) vielleicht ein Pfaffenhütchen (Euonymus) als Schutz dazu? Die zarte Jungfer im Grünen (Nigella) schlüpft im heißen Sommer gerne in ihre Riemen-Frauenschuhe (Phragmopedilum). Das Löwenmaul (Anthirrhinum) ist gerade auf sie aufmerksam geworden und schon entfacht eine Brennende Liebe (Lychnis) zu der zarten hellblauen Blüte im Nachbarbeet.  

"Oh! Flüstert sie durch ihre Engelstrompete (Datura). Ich habe schon ein Tränendes Herz (Dicentra)! 

Darum, Hab mich lieb (Primula minima) aber Rühr mich nicht an (Impatiens)!" 

"Macht nichts! Denn ich habe bereits eine Dame in Trauer (Iris susiana), das Blaue Lieschen(Exacum)! 

Darf ich sie dann zu einem Wassereis(Ziziana) einladen?" 

" Ja, ich mag die Sorte Bittersüß (Solanum). Dafür bekommst du den Ehrenpreis (Veronica)!" 

Keine Bange, ich habe keine Hortensienblüten geraucht. Auch wenn in bestimmten Kreisen immer wieder geschrieben wird, die Wirkung sei cannabisähnlich. 

Eine Fahrt längs der bretonischen Küste genügt, den Gärtner in einen Rauschzustand zu versetzen. Mich erfreuen die Namensherkünfte der Pflanzen und die deutschen bzw. regionalen Übersetzungen oder Namensgebungen. Wenige Gartenbücher nehme ich so oft zur Hand, wie das Taschenwörterbuch der botanischen Pflanzennamen von Franz Boerner aus dem Jahr 1978. Dem Beginn meiner Gärtnerlehre. 

Hat Ihr Gartenparadies sich auch von seiner schönsten Seite gezeigt nach Ihrer 14tägigen Pflanzenexkursion durch ferne Länder. Richtig vorbereitet auf Ihre Abwesenheit übersteht die grüne Oase bestens Ihre kurzen Ausflüge. 

Überwältigend war die Rosenblüte, der erste Flor ist jetzt nahezu vorbei und die Königin des Gartens nimmt noch einmal Fahrt auf für die Folgeblüte. Bei Wärme, gut versorgt mit Feuchtigkeit und bester Nahrung (!) ist es ein Kinderspiel für die remontierenden Sorten Sie bis in den Herbst mit prächtigen Blüten zu verzaubern. In den kleineren Blühpausen übernehmen immer wieder Stauden, wie die Taglilien eine glanzvolle Rolle in der bunten Dramaturgie des heißen Sommers. Taglilien, insbesondere die Hemmerocallis fulva wurden früher im Volksmund gerne abfällig als Bahnwärterlilien bezeichnet. Dies bedeutet eigentlich nichts anderes, als daß die Ansprüche der `belle de jour` - Schönheit des Tages recht gering sind, wenn sie Bahndämme für sich entdeckten und besiedelten. 

Oder etwa, daß Bahnwärter keinen grünen Daumen haben? Mein Großvater vom Bahnhof in Angerburg/Ostpreußen hätte mit Sicherheit etwas dazu zu erzählen können. 

Die IGS (Internationale GartenSchau in Hamburg Wilhelmsburg) gibt gerade einen kleinen Einblick ist die große Farbvielfalt dieser wirklich sehr bescheidenen Blütenschönheiten. Ingesamt gibt es wohl eine Sortenvielfalt von über 40.000 Sorten. Haben Sie noch eine Plätzchen im Garten? Sonnig sollte er schon sein. 

Bei der Rückkehr in Ihr grünes Wohnzimmer gibt es hin und wieder auch böse Überraschungen. Freud und Leid liegen manchmal sehr nahe beinander. Buchtipp: Karl Foerster - "Freude und Ärger im Garten" Ulmer Verlag 

14 Tage sturmfreie Bude und die Rosenblattwespen nutzten dies gnadenlos, feierten in der Jaques Cartier und der Rose de Resht eine ausgelassene Party. Also, befallenes Laub abzupfen, ein leichter Rückschnitt plus eine umfangreiche Pflanzenstärkung lassen sie und auch Sie in ein paar Wochen sicher wieder erstrahlen. Hoffentlich hat die anhaltende Trockenheit keine all zu großen Schäden in Ihrem Garten verursacht. Mit einem Aufrollen des Laubes oder leichtem Blattfall schützten sich einige Pflanzen selbst vor dem Vertrocknen. Dies sind aber auch die unmissverständlichsten, gesichertsten Anzeichen für Sie den Wasserhahn zu öffnen und ausgiebigst zu wässern.

 Denken Sie bitte an alle wassersparenden Maßnahmen im Vorwege:

- pflanzen Sie standortgerecht 

- schaffen Sie möglichst überall eine dichte, geschlossene Pflanzendecke 

- durch eine sanfte Bodenbearbeitung mit einem Dreizack zerstören Sie die feinen Kapillaren des Bodens, die Verdunstung wird dadurch reduziert 

- nackten Boden mit verschiedensten Mulchmaterialien bedecken / vor allem bei der Verwendung von Rindenmulch unbedingt zusätzlich Oscorna Animalin bzw. Oscorna Hornspäne einsetzen 

- arbeiten Sie ausschließlich mit Kompost und organischen Düngern zur Pflanzenernährung, nur diese schaffen wertvollen, wasserspeichenden Humus.  Die bodenbelebende Wirkung hilft Pflanzen viel einfacher tiefer zu verwurzeln und Wasserreserven zu erschließen. 

- Oscorna Bodenaktivator enthält das einzigartige Naturmineral Edasil. Ein ganz spezieller Ton, welcher hohe Wassermengen speichert. 

- bewässern Sie lieber in den Morgenstunden den Garten und in größeren Abständen (etwa 4-5 Tage). Hohe Mengen von bis zu 20 Litern pro / m² sind besser als jeden Abend geringe kleine Wassergaben. 

- Ihr Lieblingsgärtner hat evtl. auch Regenmesser in seinem Sortiment, damit lassen sich Ihre Beregnungsmengen überprüfen
- gießen Sie bittesehr kein eiskaltes Wasser über die aufgeheizten Pflanzen. 

- die Schnitthöhe des Rasenmähers sollte jetzt bei  6 cm eingestellt sein (übrigens, haben Sie schon an die Sommerdüngung 50g/m² Oscorna Rasaflor gedacht?) 

Und nach getaner Arbeit oder zwischendurch HOLUNDERBLÜTENSIRUPSCHORLE!!! Setzen Sie rechtzeitig im nächsten Jahr Holunderblütensirup an. Ganz einfach 15 - 20 Holunderblüten sammeln, in 2 Liter heißen Wasser 4 kg Zucker und 50 Gramm Zitronensäure auflösen. Eine Biozitrone (je nach Geschmack auch Orange) in Scheiben schneiden, Holunderblüten "waschen" bzw. säubern und hinzugeben. Das ganze 4 Tage an einem dunklen Ort ziehen lassen, durch ein feines Sieb geben und in Flaschen abfüllen. DIE ERFRISCHUNG IM GARTEN! LECKER und dauert in der Herstellung gerade mal 20-30 Minuten. Haben Sie noch keinen Holunder? "Ein Strauch ersetzt die Hausapotheke!" 

Der Fachmann bietet Ihnen an: 

Zierende Holundersorten - wie den purpurschwarzblättrigen Black Lace sowie gelbbunte oder weißbunt gesprenkelte Sorten. 

Außerdem spezielle Fruchtsorten wie z.B. den weißen Holunder. Sambucus nigra var. albida. 

Genug für heute, gehe jetzt in den Gemüsegarten, um zu ernten was zu ernten ist. Aus dem Fenchel entsteht eine italienische Antipasti, Kohlrabi verschwinden zumeist roh in dem Kindermündern. Die farbigen Mangoldstiele bringen Farbe ins Pastagericht....... 

Ob auch "La Ratte" schon genussreif ist? Spannung! Ich werde es Ihnen berichten, wenn Sie mögen. 

Liebe Grüße in alle Beete, Kübel, Balkonkästen in Norddeutschland. 

Gerhard Preuß 

Oscorna Naturdünger

 

über 80 Jahre biologisches Gärtnern nach dem Vorbild der Natur

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Gartenbrief Mai/Juni 2013

Liebe Gartenfreunde!

 

Vielleicht fragen sich einige Leser unter den Ihnen, die schon etwas länger den "Brief aus dem Garten" empfangen, wie es der Hochstammrose `Brautzauber´ so geht, bzw. ob sie gut über den langen Winter gekommen ist.

Immerhin, sie wächst ja am Standort einer Vorgängerin. Rose folgt Rose.  SIE FREUT SICH WIE DER SCHNEEKÖNIG!

Die Rosenkönigin `Brautzauber´, mit Fichtenreisig im Herbst allerliebst warm eingepackt und schön geschützt vor bösen, kalten Winden aus NORDNORDOST gefiel dem Schneekönig so gut, dass er kurzum im April ein neues Eigenheim darin errichtete. Dieser Asthaufenvagabund, liebt bunte, artenreiche, dornig unfrisierte Hecken und Gärten und baut bis zu acht Nester im Frühling.

Erst die Schneekönigin wählt ein Nest nach gründlicher Inspektion aus und polstert es nachträglich mit Moosen und Federn.

Kommt mir irgendwie bekannt vor, siehe Ikea.

- 5 - 6 Tage nach Kopulation (nicht von mir beobachtet)

 legt das Zaunkönigweibchen (regionale Bezeichnung Schneekönig) jeden Tag ein Ei, von bis zu insgesamt 8 Eiern

- es folgen 14 - 18 Tage Brutzeit

- nach dem 10.Tag sind die Jungvögel bereits flugfähig

Das Moos zur Auspolsterung der Kinderstube musste Frau Zaunkönig allerdings von weit her holen dank einer guten Rasenpflege.

Sie ahnen schon:

3 x jährlich Oscorna Rasaflor, 1 x Oscorna Bodenaktivator, auch gern mal ein Schäufelchen feingesiebten, nach Walderde duftenden Hauskompost auf dem Rasen verteilen.

Durch das Nest in der Rose verzögert sich natürlich der Rückschnitt. Garten heißt warten. Geduldig sein. Tage zählen, Kompost verteilen, Erbsensamen in den Boden kullern lassen, den Himmel beobachten, die frischen Grüntöne genießen und Wühlmäuse jagen.

Konnten Sie ebenfalls Ihre Rosen noch nicht einkürzen weil vielleicht eine Kreuzfahrt (was für ein Begriff!) Sie daran hinderte?

Keine Bange, durch einen späteren Schnittzeitpunkt verschiebt sich die Blüte nur um einige Tage und Sie haben dadurch vielleicht die ersten Blütenrausch  gezielt an Ihrem Geburtstag im Hochsommer. Wer weiss?!

Bitte schneiden Sie Ihre Rosen immer beherzt zurück. .

Starker Rückschnitt fördert frische, gesunde, neue blühfreudige Triebe.

Oder kurz gesagt: "Sie brauchen ein kaltes Herz - und eine heiße Schere".

Oscorna Rosenvorträge, mit einem kleinen Schnitt1x1, finden ab Juni wieder in Ihrer Region statt.

Hm, die Fütterung der kleinen Zaun/Schnee/Rosenkönige und ihre ersten Flugversuche könnte dann zeitlich wunderbar zusammentreffen mit dem Vorbeiflug ein paar verwirrter und unbeirrter Möhrenfliegen, oder anderer ungebetener Gäste. Auf geht´s ihr mutigen kleinen Racker.

Also, alles top im Biogarten. Es funktioniert!   

 Sicherlich nicht ganz so glücklich, ist das Königspaar mit meinen wöchentlichen "ORUS Aufguss". Aber das junge, knackige Rosenlaub wollte ich doch gerne zusätzlich schützen vor Infektionen verschiedenster Rosenkrankheiten. Sozusagen on Top, zu Oscorna Bodenaktivator, Oscorna Animalin bzw. Rosendünger und Kompost. Sollten beim Besprühen der Rose ein paar Spritzer ORUSpflanzenaktiv auf  das Federkleid getroffen sein, die natürlichen Inhaltsstoffe aus Algen, Kräutern wie Schachtelhalm lassen es bestimmt schön kräftig werden.

Wenn ich jetzt aus unserem Fenster schaue, sehe ich irgendwie schon wieder Schnee (siehe "Brief aus dem Garten" Anf. April). Weiße Schneewolken in Form von blühenden Felsenbirnen (Amelanchier) oder der Süsskirsche (Prunus avium `Sunburst´).

Morgen erschrecke ich meinen Lieblingsgärtner mit einer Einkaufsliste Schneepflanzen:

Schneeflocke Sutera cordata - u.A. sehr zu empfehlen für Ihren Balkonkasten

Schneeball Virbunum opulus

Schneebeere Symphoricarpus   

Schneerose Heleborus niger

Schneeglöckchenbaum Halesia carolina

Schneeflockenstrauch Chionanthus virginicus

Schneeeucalyptus Eucalyptus pauciflora ssp. niphophila

und schneeballblättrigen Ahorn Acer opalus

Wussten Sie, daß in der Wurzelspitze der Pflanzen elektrische Signale nachgewiesen wurden? Forscher spekulieren, daß die Wurzeln auf Ihrer Suche nach Wasser und Nährstoffen, Informationen über den Boden wahrnehmen und weitergeben. Auch Giftstoffe werden so erkannt, dies kann z. B. zu blitzschnellen Richtungsänderungen im Wurzelwachstum führen, oder an anderer Stelle in Wachstumssignale umgesetzt werden. Ich wünsche, daß die Wurzeln Ihrer Pflanzen im Boden stets Gutes finden, sich gut entwickeln, weit verzweigen, um die Pflanze mit Allem bestens zu versorgen. Oscorna.

An dieser Stelle möchte ich mich auch einmal ganz herzlich bedanken bei Ihnen, für ihre Treue beim Einkauf, dem Schutz von Boden und Natur. Ich hoffe Ihr Garten und die Gartenarbeit sind täglich eine Bereicherung für Sie. Gerne begleite ich Sie weiterhin auf Ihrem Weg durch das Gartenjahr.

Liebe Grüße in alle Beete, Kübel, Balkonkästen, Aussaatschalen in Norddeutschland.

 

Gerhard Preuß

 

Oscorna Naturdünger

über 80 Jahre biologisches Gärtnern nach dem Vorbild der Natur

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Gartenbrief April 2013

 

Liebe Gartenfreunde!

 

Der Cursor blinkt auf meinem Bildschirm unerschrocken und fordernd im Sekundentakt. Wartet auf die ersten Tastenanschläge für die Frühlingsausgabe "Brief aus dem Garten".

Der Blick hinaus ins Märzgrau, meine Augen verfolgen die  5000billionste Schneeflocke, welche sich irgendwie verstohlen, so gar nicht zeitgemäß und daher auch etwas zögerlich dem Boden nähert. Muss sich total verirrt haben, die Kleine.

Januarschneeflocken sind irgendwie sehr viel selbstbewusster, stelle ich für mich fest!

Jede Einzelne war tatsächlich anders. Jede, ein Unikat der Natur.

 

Um Sie nicht mit Wiederholungen zu langweilen, stöbere ich die vergangenen Ausgaben der Briefe durch. Sie sind ja wie eine kleines Gartentagebuch.

- Karfreitag 2012 - Kompost verteilt an die "Bedürftigen, Sorgenkinder und Lieblingspflanzen".

 

Lassen Sie den Kompost dieses Jahr noch ein wenig ruhen und reifen, bzw. reißen die Bewohner nicht  aus ihrem Tiefschlaf.

 

Der Mist- oder Kompostwurm Eisenia foetida begibt sich, wie der Rest der Bodenlebewesen in eine Höhle oder tiefere Bodenschichten und überwintert dort bis zum Frühjahr.

So dürfte er selber, wie auch viele Gärtner den "Tag des Regenwurms" am 15.2. verpasst oder verschlafen haben.

http://www.postproductions.de/work/tag-des-regenwurms-2/

 

2005 haben Umwelt- und Naturschützer erstmals diesen Gedenktag ins Leben gerufen. Es war angeblich nur noch dieser Tag überhaupt frei, wenn wir ihn also nicht direkt feiern - dann bleiben an diesem kalten Februartag der Regenwurm sowie die restliche Bodenfauna wohl verschont von Kunstdüngersalzen, chemischen Pflanzenschutzmitteln, schweren Treckerreifen, Pflug und Spaten.

Immerhin.

Neben dem Kompostwurm kennen wir in Deutschland gut 39 Arten Regenwürmer, weltweit sollen es weit über 3000 sein. Gemeinsam mit der restlichen Mikro- und Makroorganismen im Erdreich sind sie die Gärtner des Bodens, zersetzen organisches Material, bilden wertvollsten Dauerhumus, drainieren und lüften den Boden, erwärmen ihn, sorgen für eine bessere Wasserspeicherung, und und und.....

 

Der von Regenwürmern produzierte Wurmkot ist z. B.  durch die Verdauungstätigkeit sehr viel nährstoffreicher als die umgebende Erde:

bis zu 5 x mehr Stickstoff (N), 7 x mehr lösliches Phosphat (P2O5), 11 x mehr Kalium (K2O), 2-3 x mehr Magnesium und 1,5 x mal mehr Calcium !

Pflanzenernährung durch Bodenbelebung!

Regenwürmer erfüllen zudem eine weitere wichtige Aufgabe, sie sind perfekte biologische Schädlingsbekämpfer, so werden auf dem Falllaub anhaftende Pilzsporen z.B. des Apfelschorfs mitvertilgt. Was bei dem Pilzerreger des Apfelschorfes funktioniert, sollte doch auch bei Mehltau, Sternrußtau, Rostpilzen möglich sein.

Weitere Krankheitskeime werden aufgenommen und teilweise zersetzt, der Regenwurmkot ist ein ideales Substrat für Mikroorganismen. Diese wiederum bilden z.B. Antibiotika welche zur weiteren Reduzierung von Keimen führt.

http://www.wdrmaus.de/sachgeschichten/sachgeschichten/sachgeschichte.php5?id=2584

Sendung mit der Maus! Für Ihre Kinder und Enkelkinder.

 

Tun Sie bitte alles um die Vielfalt der Bodenfauna zu erhalten und zu fördern. Zum Nutzen der Pflanzen und Ihrem ganz eigenen Vorteil.

Übrigens, der Weg zu Ihrem Lieblingsgärtner ist wieder frei.Juchuuuu!

Ice Age 2 - jetzt taut´s!!!  sozusagen

und am 5. Dezember ist Weltbodentag

Der Preisträger

2012: Das Niedermoor 

2013: Der Plaggenesch

 

Liebe Grüße in alle Beete, Kästen, Kübel und Blumentöpfe Norddeutschland.

Mit dem Frühling möge die Fülle und Vielfalt der Pflanzen in Ihren Garten einziehen und viele Freunde anlocken.

Bleiben Sie mir bitte treu und streuen Gutes auf Ihren Boden (in Ihren Garten).

Ihr

Gerhard Preuß

Oscorna Naturdünger und Bodenverbesserung

seit 80 Jahren konsequent natürliches Gärtnern nach dem Vorbild der Natur

Übersicht Gartenbriefe ^

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Gartenbrief Januar/Februar 2013

 

Liebe (ungeduldige) Gartenfreunde!

Schön, wenn Ihre Wohnung, Ihr Haus über große Fensterscheiben verfügt welche die Wintervorfrühlingssonnenstrahlen hereinbitten. Nach all den trüben Dezember- und Januartagen ist das natürliche Licht wohltuend und ganz schnell wird es herrlich warm in Ihren Räumen, selbst bei bitterem Frost.

Durch das geöffnete Fenster ist noch nichts zu riechen vom Frühling. Winter ist  geruchlos!

Es sei denn in Ihrem Garten, vor Ihrem Fenster steht ein Hamamelisstrauch. Eine Zaubernuss, deren Blütezeit jetzt je nach Art und Sorte beginnt.

Sie verzaubern den Garten zum einem in dieser auch recht farblosen Zeit mit den zungenförmigen Petalen (Blütenblättern) in verschiedensten Gelb- bis Rottönen. Außerdem verströmen viele einen intensiven, süßen und weitreichenden Duft.

Die Blüten vertragen Minustemperaturen bis etwa 10 Grad unter null und reagieren unterschiedlichst, um sich dagegen zu schützen. Manche Blütenblätter kringeln sich ein wenig ein, andere hängen schlaff herunter bis das Thermometer wieder nach oben klettert.

Hamamelis mollis ist die Wildform - duftet sehr intensiv, süß und weitreichend

Hamamelis vernalis ebenso, Hamamelis japonica etwas weniger und leichter, Hamamelis x intermedia (Hybriden) duften ebenfalls süßlich aber unterschiedlich stark.

Hamamelis virginiana ist eine kleine Ausnahme, sie ist herbstblühend! Beginn etwa kurz vor dem Blattfall bzw. mit dem Laubabwurf und ihre Blüten verströmen einen unangenehmen Duft!

Alle Zaubernüsse haben eine schöne Herbstfärbung von gelb über orange, orangerot bis hin zu kupferfarben. Ihr Lieblingsgärtner hält entsprechendes Pflanzenmaterial bereit bzw. nimmt Ihren Pflanzenauftrag gern entgegen.

Dass die Tage ganz langsam länger werden, spürt der Hobbygärtner in den Fingerspitzen. Der letzte schwarzbraune Humus unter den Fingernägeln? Wann war das noch? Es ist schon viel, viel zu lange her!

Genug gefaulenzt, sagt er sich.

Das Zigarrenkästchen mit den angebrochenen Saattüten aus 2012, die selbst geernteten Samen des vergangenen Sommers kann man ruhig schon mal hervorkramen.

Akribisch durchforsten nach Brauchbarem, eine Bestandsaufnahme machen und sorgfältigst katalogisieren. Sind Sie unsicher, ob die Keimfähigkeit und die Triebkräfte der Samen noch ausreichend ist, dann hilft bei vielen Arten eine Keimprobe auf feuchtem Küchenpapier am hellen Küchenfenster.

Zudem enthält Ihr Gartentagebuch wichtige Informationen, mahnt z.B. mit kleine Skizzen den notwendigen Fruchtwechsel im Gemüsebeet einzuhalten.

Ganz verführerisch bebilderte Kataloge und Gartenzeitungen aber haben Sie eh schon in ihren Bann gezogen. Bei dem Anblick rutscht selbst der abgeklärteste, routinierte Gärtner unruhig in seinem Sessel hin und her, wirft Ängste mal eben locker über den Gartenzaun und stürzt sich gerne in ein Abenteuer aus MegaGigaBlüten und MonsterErträgen.

Warum nicht, ich kann mir kaum etwas Spannenderes vorstellen.

Und das ganze beginnt mit einen kleinen Reise zu Ihrem Gärtner, frisch bestückte Saatgutständer stellen sich Ihnen dort schon in den Weg. Der Frühlingsduft und die herrlichen Frühlingsfarben der vorgetriebenen Primeln, Narzissen, Schneeglöckchen Tulpen, Krokusse sind Vitamine für Auge und Seele. Nur Ihr Dispokredit setzt Grenzen!

Primula von lat. prima - die Erste --- im Jahr !

Narcissus aus dem griech. narkao - ich betäube --- mit meinem Duft ?

Galanthus (Schneeglöckchen) von griech gala, galaktos - Milch/anthos griech. Blüte

und  "Krokus kommt von küssen"  oder .....? Crocus ist der griech Name des Safrans!

Ein Brief aus dem Garten enthält, wie Sie wissen immer einen Oscorna Tipp. Bloß was kann ich Ihnen heute empfehlen?

Am Rosenmontag Ihren Lieblingsgärtner aufsuchen, Oscorna Rosendünger und Oscorna Bodenaktivator kaufen?!

Das wäre ein Spaß und zudem sehr sinnvoll, grüßen Sie recht herzlich von mir.

Vielleicht sind Sie Gast bei einer der tollen Orchideenausstellungen in Norddeutschland.

Sie werden sehen, es gibt viel mehr als nur Phalaenopsis!

griech. phalaina - Nachtfalter

opsis - Aussehen.

Herrlich diese botanischen Namen, oder?

Fragen Sie bitte nach ORUS, das Pflegemittel für Orchideen auf natürlicher Basis von z.B. Algen, Kräuterauszügen.......

Alle 14 Tage ein kurzes Wurzelbad darin ist wie eine Wellnesskur.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Winter, behalten Sie weiterhin Immergrüne, Rosen, Kübelpflanzen, kurz alles was Ihnen lieb ist im Auge.

Liebe Grüße in alle Töpfe, Kübel, Beete und Aussaatkistchen Norddeutschlands

es gibt wirklich nicht viel zu tun!

Ihr

Gerhard Preuss

Oscorna Naturdünger

80 Jahre konsequent biologisches Gärtnern nach dem Vorbild der Natur

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Gartenbrief  Dezember 2012

 

Endlich Advent!!!

Zeit, um alles schön einzupacken!

Den Garten winterfest machen: anhäufeln, schützen und stärken. Die verwundbaren, empfindsamen und verletzlichen Gartenschätze vor Großväterchen Frost schützen!  Übrigens einer russischen Märchegestalt! 

Neben der Frage: "Wie lange blüht diese Pflanze?"

ist die Sorge: "Ist die Pflanze auch winterhart?"

wohl eine der meist gestellten im Gartenmarkt.

Nun, die Pflanzenauswahl, gute Sorteneigenschaften, der optimale Standort, beste Bodenbedingungen und die richtige Pflege sind die Voraussetzungen, um gut über den Winter zu kommen. Sind die Ansprüche einer Pflanze bestens erfüllt, geht es ihr richtig gut. Nach wie vor.

So ist z.B. die Tageslichtdauer im Winter entscheidend bei allen Immergrünen, einigen Pflanzen schadet zu viel Nässe, Anderen wird anhaltende Trockenheit und Wind schnell zum Verhängnis

Schnee isoliert und schützt, kann aber auch durch seine Last zu einem ernsthaften Problem werden.

Winterhart ist also nicht gleich frosthart!!

- Bitte häufeln Sie Ihre Rosenpflanzen an. Verwenden Sie z.B. etwas reifen Kompost dazu, das tut echt gut.

Etwas Fichten/Tannenreisig zusätzlich, ein Traum!

Die Veredlungsstelle ist die Achillessehne der Rose, empfindlich nicht nur was Kälte betrifft. Sie sollte bitte immer eine Handbreit unter der Erdoberfläche liegen. Und im Winter eben noch einmal zusätzlich geschützt werden.

- Hochstammrosen bitte schön kuschelig einpacken. Die Pflanzenkrone ist Frost, kalten Winden, starker Sonneneinstrahlung sehr stark ausgesetzt. Mehrere Veredlungsstellen befinden sich an der Kronenbasis und verdienen Ihre höchste Aufmerksamkeit, Hingabe und Zuneigung. Anhäufeln zwecklos :-) , da hilft nur eine ordentliche Packung Reisig.

- Immergrüne Pflanzen regelmäßig kontrollieren. Haben sie während längerer, strenger Frostperioden auch ausreichend Feuchtigkeit?

Halten Sie Frostschutzvlies oder Ähnliches griffbereit, um die Pflanzen gegebenenfalls vor starker Sonneneinstrahlung und Wind zu schützen und kontrollieren Sie regelmäßig den die Bodenfeuchtigkeit. Gießen Sie rechtzeitig.

- Kübelpflanzen (Buxus, Rosen…..) bitte an einem geschützten Standort überwintern. Die feinen, empfindlichen  Faserwurzeln befinden sich an der Topf/Kübelinnenwand. Dort, wo niedrige Temperaturen am stärksten wirken.

Ihr Lieblingsgärtner informiert und berät gerne, hält für Sie Alles bereit, was der Pflanze gut tut. Luftpolsterfolie, Vlies, Jute, Kokos, Filz, Strohmatten und zu guter letzt eine schöne, dekorative Schleife.

- Vergewissern Sie sich, ob der Wasserabzug bei Ihren Kübeln gewährleistet ist. Zum einem leidet jede Pflanze unter Staunässe, zum Anderen verhindern Sie dadurch, dass gefrierendes Wasser Ihre wertvollen Kübel zerstört. Stellen Sie dazu bitte alle Pflanzgefäße z.B. auf kleine Füße aus Terracotta.

- Im Staudengarten hilft eine wärmende Laubschicht (nicht übertreiben - aber bitte den Garten auch nicht schier machen!). Sie hilft den Pflanzen, der Boden bleibt längere Zeit frostfrei, nimmt keine Schaden durch Trockenheit und Starkregen. Auch unter Gehölzen, Hecken ist Ihr Laub bestens aufgehoben! Wildvögel finden unter der Laubdecke z.B. reichlich Nahrung.

- Besonders bei späten Pflanzungen  (auch Blumenzwiebeln) ist die Laubschicht/Mulchschicht unerlässlich. Die gleichmäßigen Temperaturen und auch Feuchtigkeit lässt die Pflanzen/Zwiebeln noch optimal einwurzeln.

Machen Sie diesen kleinen aber wichtigen Wintercheck vor dem Wintereinbruch. Vorbeugen ist besser als heilen, oder gar Pflanzen ganz und gar ersetzen zu müssen.

Die Winterbereifung, ein  Lichttest, Frostschutzmittel kontrollieren, die Wartung der Heizungsanlage, das Bevorraten von Kaminholz und Streusalz usw. sind uns auch längst in Fleisch und Blut übergegangen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Winter 2012/13.

Grüße in alle Töpfe, Kästen und Beete Norddeutschlands.

Oscorna Bodenaktivator 2,5KgNatürlich gibt es noch den Oscorna Tipp! Das ideale Geschenk für Ihre Pflanzenfreundin, Ihren Pflanzenfreund, den Sammler, Rosenspezialisten,  Gartenneueinsteiger, Kleingärtner, zum Einzug, so zwischendurch...

...........oder einfach für Sie selbst.

Ab sofort bei Ihrem Lieblingsgärtner im 2,5 kg Karton. 

 

 

 

 

Ihr

Gerhard Preuß

Oscorna Naturdünger

konsequentes natürliches, organisches Gärtnern seit über 75 Jahren

 

 

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Gartenbrief Oktober 2012

Liebe Gartenfreunde in Norddeutschland!

Herzlich willkommen zur Apfelernte im preußìschen Garten.

 

Unser Nachbar, Herr Uwe.M. hat ein ganz wunderbares Hobby.

Er baut Kürbisse an, im ganz großen Stil, neben unserem Garten.

Nun haben sich in diesem Jahr seine Ranken, also die der Kürbisse, irgendwann recht still und heimlich auf den Weg gemacht, unseren Garten zu erobern. Erst ebenerdig wie eine Krake über die Hosta, Geranium........ hinweg, später schwangen sie sich, einer Ramblerrose ähnlich, in lüftige Höhen hinauf.

Nun leuchten sie, die bunten skurilen Kürbisse zwischen den knallroten Blättern von Pfaffenhütchen und Amberbaum. Rein rechtlich gehören die Früchte ja Herrn M.

Der hat aber dieses Jahr Früchte im Überfluß und soll auch nicht bei der Kürbisernte von der Leiter fallen! In unserem Garten.

Warten Sie nicht auf Halloween - mit Kürbissen, Zieräpfeln, Lampionblumen, Kalanchoe, Solanum, Hebe, Capsicum, GAULTHERIA!!!, Alpenveilchen, Silberblatt, Stiefmütterchen und entsprechenden Accessoirs (Körben, Laternen....) kann Frau/Mann schnell ein schönes Arrangement vor der Haustür zaubern. Langsam lässt ja die Leuchtkraft der Sommerblumen in den Gefäßen nach. Die Spätsommerkübel bzw. die Herbstbepflanzung ist pflegeleicht, sie braucht nicht soviel Wasser dank der niedrigen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit. Später können diese Pflanzen Ihren Garten bereichern, sofern sie winterhart sind.

Ihr Lieblingsgärtner hält alles bereit, gerade an den trüben, herbstlich, regnerischen Tagen ist ein Ausflug dorthin ein Genuss.

 

Auch wenn es Sie in den letzten Tagen weniger in den Garten zog, bei dem nasskalten, unbeständigen Wetter - ich möchte Sie geradezu auffordern, nocheinmal tätig zu werden.

Es ist nämlich Pflanzzeit!

Nun, ist es nicht immer irgendwie Pflanzzeit?

Aber jetzt ist  DIE PFLANZZEIT, wird auch Ihr Gärtner sagen oder ein Spannband an seinem Zaun vermitteln.

Natürlich kann man heute auf Grund der Topf- und Containerkultur nahezu 365 Tage pflanzen, solange der Boden nicht gefroren ist, aber welche Vorteile hat nun die sogenannte Herbstpflanzung, ab Oktober bis hin zum dauerhaften Bodenfrost, für Sie und Ihre neuen Lieblinge?

- im Herbst wird in der Baumschule "geerntet" - somit haben Sie die größte Auswahl, denn zum     Frühjahr ist die Ware/der "Kuchen" evtl. auf weitere Verkaufstellen/Abnehmer verteilt.

- eine Pflanze ohne Erde - also wurzelnackt - hat geringere Produktionskosten / Preisvorteil Kunde!!

- Ballenware, (nicht wurzelnackt, hier wird ein kräftiger Wurzelballen nach der Ernte von einem Jutegewebe zusammengehalten) bei dieser Angebotsform wird ebenfalls ausschließlich auf einem Feld im Boden produziert, teilweise mehrfach verschult (verpflanzt) und bietet auch eine preiswerte Alternative zur Containerpflanze. Achtung: hüten Sie sich vor "Scheinballen" - wurzelnackter Ware wird gerne mit ein wenig feuchter Erde und Tuch zu einem Ballen verholfen!!

- die Pflanze schließt im Herbst mit dem Wachstum ab - geht in eine Ruhephase

- solange die Bodentemperaturen über 5 °C liegen, bildet die Pflanze an ihrem neuem Standort, in Ihrem Garten über nahezu den gesamten Winter Wurzeln aus. So ist die Wasser- und Nährstoffversorgung im Frühjahr bereits bestens funktionstüchtig. Die Gefahr eines Vertrocknens wird erheblich reduziert. Diese Neuwurzelbildung ist im Frühjahr Gold wert, wenn die Pflanze in den Saft kommt und der Austrieb und die Blütenbildung erfolgen. Wenn Sie jetzt Ihre Hände in Mutter Erde stecken und graben, spüren Sie noch den Sommer, die letzten warmen Sonnenstrahlen - aufgenommen und gespeichert vom dunklen Humus.

- die natürliche Versorgung mit Feuchtigkeit ist selbstverständlich im Herbst, zum Winter hin wesentlich sicherer, als bei einer Frühjahrspflanzung. Bitte verfolgen Sie mit Hilfe eines Regenmessers welche Mengen Wasser tatsächlich der Himmel freigegeben hat. Oder besser machen Sie eine Spatenprobe - wie tief die Feuchtigkeit in das Erdreich vorgedrungen ist.

- Jetzt ist es völlig entspannt einzukaufen, den Ansturm, die teilweise Hektik eines Verkaufstags am ersten schönen Frühlingswochenende werden Sie jetzt nicht erleben. 

Die Fachleute haben jetzt wunderbar Zeit für eine optimale Beratung und somit optimales Ergebnis.

 

Pflanzzeit Herbst bedeutet somit auch:

es ist der ideale Zeitpunkt im Garten Gehölze umzupflanzen, Stauden zu teilen, neu zu gestalten.

Bitte bedenken Sie immer: Der Boden hat ein Gedächtnis, er nimmt es uns übel, wenn wir Ihn im nassen Zustand bearbeiten, betreten, stark belasten!!!

 

Keine Regeln ohne Ausnahme.

Es gibt Pflanzen bei denen eine Frühjahrspflanzung optimaler ist als eine Herbstpflanzung.

Dazu gehören die Gräser (auch Bambus), Fackellilien oder auch Pfingstrosen.

Eine Selbstverständlichkeit sollte es natürlich sein, allen Pflanzen ein schönes neues Zuhause herzurichten. Denken Sie immer an den Umzug, den Ortswechsel, den Stress für eine Pflanze. Ein Standort nach den ganz speziellen Vorlieben und ein Boden der die Pflanze mit allem versorgt und sie kräftig verwurzeln lässt sind unerlässlich.

Mit 150 Gramm Oscorna Bodenaktivator

+ 100 Gramm Oscorna Animalin od. BaumStrauchHecken od. Rosendünger oder Rhododendrondünger pro m² wird der "Tisch" jetzt schon im Herbst gedeckt und die Pflanzen sind mit wirklich Allem bestens versorgt.

Zusätzlich können Sie etwas Laub auf dem Boden verteilen. Ein wunderbarer Schutz vor Trockenheit und Frost im Wurzelbereich.

 

Moorbeetgewächsen wie Azaleen, Rhododendren geben Sie bitte nur max. 50-80gr/m² Oscorna Bodenaktivator.

 

Viele Rhododendren haben in diesem Herbst gelbe Blätter bekommen. Starke Niederschläge haben bei diesen typischen Flachwurzlern die Nährstoffe ausgespült. Haben Sie noch etwas Oscorna Rhododünger zur Hand?? Streuen!

Nur rein organische Düngemittel sind im Herbst geeignet, Kunstdünger waschen bei Regen aus bzw. führen zu evtl. starkem unnatürlichen Wachstum.

 

Ich wünsche Ihnen noch sonnenwarme Gartentage im Oktober. Spaß beim Gärtnern.

Grüße in alle Beete, Kübel, Kästen und Gärten Norddeutschlands

und an Ihren Lieblingsgärtner

 

Ihr

Gerhard Preuss

Oscorna Naturdünger

über 75 Jahre konsequent natürliches, biologisches Gärtnern

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Gartenbrief September 2012

 Liebe Gartenfreunde!

 

Haben Sie auch den Spätsommerblues?

Alles scheint verlangsamt! Sind es die warmen Herbstfarben, die Spinnennetze zwischen Anemonen und Hagebutten, die Kartoffelernte mit einem kleinen, würzigen Feuerchen und Stockbrotbacken oder die Gerüche des dampfenden Pflaumenkuchens?

Hoffentlich naht uns ein warmer Herbst mit vielen Stunden in der Natur.

Gerne werkelt der Gärtner besonders im Herbst noch intensiv. Nur Nässe, Frost und die kurzen Tage fürchtet er, halten ihn auf. Doch dann zieht er sich in seine Laube zurück, Gartenbücher schmökern zum Beispiel. Das eigene Gartentagebuch wird endlich vervollständigt, ein neuer Zinken für die Holzharke geschnitzt.

Mein Gartentagebuch enthält einen neuen Eintrag aus dem Sommerurlaub. Auch wenn die eigene Reise in diesem Jahr nicht weit führte - erstaunlich wie dort aber eine (altbekannte Pflanze) uns faszinierte.

Alcea rosea

Stockrosen in allen Farben, Stockrosen an allen Hauswänden, Stockrosen zwischen morschen Zaunlatten, Stockrosen bis zum Himmel und zurück.

 "must-have" sagte meine Frau!

"Gerne!

Diese in der Regel zweijährige Pflanze bekommt einen Platz in unserem Bauerngarten, sie ist schließlich geradezu das Synonym des klassischen Bauerngartens. Wir wählen die einfachblühenden Sorten, denn Regen mögen die gefüllten Sorten gar nicht. Luftbewegung ist wichtig und einen eher trockenen, durchlässigen Boden sollte man aussuchen.

Stockrosen auf Rügen, Stockrosen im Sommerurlaub sind aber nie Stockrosen im Norddeutschen Tiefland, im Moor bei Buxtehude!"

Der italienische Wein aus dem Sommerurlaub, er schmeckt anders - auf der Terrasse in Neuharlingersiel.

Also schnell noch ein Schnappschuss und eine Nase voll Blütenstaub. Wertvolle Erinnerungen.

Irgendwie hat mich die Geschichte an die großen Botaniker und Pflanzensammler erinnert. Ernest Henry Wilson (1876-1930) grub z.B. in China 6000 Königslilienzwiebeln aus, dann wurde er auf dem Rückweg von einem Steinschlag getroffen und sein Bein stark verletzt. Jedoch konnte es  trotz schwerster Infektion Gott sei Dank gerettet werden. Gänzlich ausgeheilt ist die Verletzung nie, er humpelte den Rest seines Lebens. Selber sprach er von seinem "Liliengehumpel".

Heute genügt der Besuch bei Ihrem Lieblingsgärtner, ganz gefahrlos. Grüßen Sie ihn herzlich!

Für Ihre Pflanzen/für Ihren Garten möchte ich Ihnen noch folgende Tipps geben:

Der Lavendel ist verblüht - bitte kurzfristig zurückschneiden damit der Neuaustrieb genügend Zeit hat vor dem Winter auszureifen. Eine Gabe Oscorna Bodenaktivator ist obligatorisch und macht ihn stark.

Abgeerntete Gemüsebeete evtl. ein weiteres Mal bestellen mit Spinat oder Feldsalat - achten Sie bitte auf die Fruchtfolge. Ansonsten bitte Gründünger aussäen. Ihr Lielingsgärtner hält ein entsprechendes Sortiment vor.

Gründüngungspflanzen wie Phacelia, Senf etc. schützen durch den Bewuchs den Boden vor extremen Witterungseinflüssen, unterdrücken Unkräuter, speichern Nährstoffe, Manche reichern ihn sogar damit an, fördern Bodengare und Humusbildung, lockern den Boden tief auf (weniger graben!!).

Der Komposthaufen verdient immer etwas (mehr) Aufmerksamkeit. Komponieren Sie nach Lust und Laune mit Ihren organischen Abfällen - Oscorna Kompostbeschleuniger hilft den Kleinstlebewesen bei ihrer wertvollen Arbeit den wertvollen Humus herzustellen.

5 kg Oscorna Kompostbeschleuniger sind ausreichend für gut 5 Kubikmeter Abfälle. Los geht`s!

 

Die Blumenzwiebeln sind in den Gärtnereien eingetroffen. Frühes Pflanzen sichert bestes Anwachsen und eine schöne Blüte im nächsten Frühjahr.

Empfehlung: nach dem Pflanzen etwa 100g/² Oscorna Animalin über dem Boden ausstreuen. Warum im Herbst? Die Zwiebeln werden in einen Boden gesetzt der in der Regel letztmalig im Frühjahr mit Nährstoffen versorgt wurde. Diese dürften längst aufgebraucht sein. Da ein organischer Dünger keiner Auswaschung unterliegt, erhalten ihre Zwiebeln im Frühjahr wenn das Wachstum einsetzt, wertvolle Nahrung für ein gesundes Wachstum und eine traumhafte Blüte.

Rasen

Der September ist die beste Jahreszeit zur Neuanlage, zur Reparatur oder gänzlichen Sanierung. Denn die Temperaturen sind gleichmäßig, Feuchtigkeit regelmäßig.

Ein leichtes vertikutieren bis etwa Ende September ist also möglich, dann sollten Sie diese Arbeiten abgeschlossen haben damit die Verletzungen wieder bis zum Winter verheilen. Rasensaat keimt idealerweise in einem Temperaturbereich zwischen 12 und 22°C. Die Herbstansaat hat den Vorteil, dass die Gräser nach der Keimung im Herbst weniger stark wachsen, dafür sich aber über den gesamten Winter intensiv verwurzeln und somit einen richtig guten Start haben in das nächste Frühjahr. 150g/m² Oscorna Bodenaktivator und 50g/m² Oscorna Rasaflor fehlen natürlich nicht. Sie bilden die optimale Grundlage.

Guter Boden - Gute Nahrung - Gutes Wachstum.

Fehlt es in Ihrem Garten an dem ein oder anderen Farbtupfer? Die Gärtnereien bieten Ihnen noch ein üppiges Sortiment an blühenden Großstauden. Herbstanemonen, Herbstastern, Rudbeckien, Hortensien, Chrysanthemen ...............................

Ein Besuch ist immer lohnenswert

 

Und wir nähern uns DER PFLANZZEIT im Garten (ab Ende September bis zum Frost)

Dazu in Kürze mehr.

Ich wünsche Ihnen einen kontrastreichen, spannenden Spätsommer

Liebe Grüße in die Beete, Kübel und Pflanzkästen Norddeutschlands

Ihr

Gerhard Preuss

Oscorna Naturdünger

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Gartenbrief Juli 2012

 

Liebe Gartenfreunde, Rosenliebhaber und Rasenspezialisten!

 

Garten im Sommer - Sommer im Garten

 

Ein aufmerksamer, aber noch etwas ungeduldiger, zweibeiniger Grashüpfer tiriliert laut durch den Garten:

"Papa, hast du schon bemerkt?

Die erste Tomate wird rot!!"

 "Wollen wir gemeinsam warten bis sie richtig schön dunkelrot leuchtet?" meine Antwort.

Selbstverständlich war mir dies ja auch nicht entgangen:

Das leichte Erröten des ersten Paradeisers (wie man in Süddeutschland viel herzlicher sagt)!!!!.

 In meiner Vorstellung sah ich dazu ein wenig rotblättriges Basilikum, frische Rauke, Mozzarella, Olivenöl.......

Und überhaupt meine Gedanken: Wer hat gepflanzt, die Setzlinge vor allem Unheil geschützt und mutig bei Gewitter und Sturm das Foliengewächshaus in letzter Sekunde gesichert?

Jedoch:

Der erste Paradeiser verschwand indes leicht blass, fluggs im Schnabel eines aufmerksamen, unsichtbaren Zuhörers, eines ganz stillen Genießers!

 Ich warte jetzt auf die ersten Frühkartoffeln, diese stehen nicht so sehr im Fokus. Und in meinem Traum sehe, schmecke ich sie schon mit Rosmarin, Quark mit frischen Dill und Schnittlauch............................

           Was gibt es im Garten zu tun?

 Sind Sie schon mit dem Schnitt Ihrer Hecken fertig? Der ideale Schnitttermin ist Ende Juni bis Mitte Juli. Die Stoffwechselprozesse in der Pflanze sorgen dafür, dass die Schnittstellen/Verletzungen ideal verheilen. Achten Sie bitte immer auf gutes, sauberes Werkzeug.

Wichtig: Buchsbäume bitte nicht mehr im Herbst ein zweites Mal zurückschneiden. Das Wachstum, die Stoffwechselfunktionen sind bereits reduziert, die Pflanzen trocknen nicht schnell genug ab (auch standortbedingt), Regen und hohe Luftfeuchtigkeit sind ein  idealer Nährboden für den Buchsbaumpilz.

Grundsätzlich empfiehlt sich immer nach einem Rückschnitt einer Pflanze wieder Nahrung (Animalin oder BaumStrauchHecken- oder Buchsbaumdünger), evtl. auch Wasser und eine Gabe Oscorna Bodenaktivator zu geben, um einen gesunden kräftigen Neuaustrieb zu erzielen.

 Die erste Rosenblüte durften wir gerade genießen, bzw. einige Sorten sind noch in Hochblüte. Durch das etwas unbeständige Wetter, die niedrigen Temperaturen halten die Blüten sehr viel länger als in einem sehr heißen und trockenen Sommer. Säubern Sie regelmäßig Ihre Pflanzen von Verblühtem mit einem entsprechenden Rückschnitt und regen Sie damit die Pflanzen zu einem neuem Austrieb und neuer Blüte an. Unterstützen Sie dies mit einem Oscorna Fitnessteller (Oscorna Rosendünger/Oscorna Animalin). Hier reichen sicherlich 80 g/m² aus, wenn Sie wieder etwas Kompostgold haben, geben Sie hier gerne noch eine Handvoll hinzu.

 Sommerdüngung Rasen

Jetzt wird es Zeit für die Sommerdüngung. Die Nährstoffe aus dem Frühjahr sind verbraucht, der Rasen lässt im Wachstum nach und schon ist er auch nicht mehr so tief dunkelgrün.

50g/m² Oscorna Rasaflor nach dem Mähen ausgebracht, schaffen wieder eine gute Grundlage für die nächsten 120 Tage.

Verbrennungen sind völlig ausgeschlossen, selbstverständlich fördert eine gute Bewässerung des Rasen nach dem Düngen die Sofortwirkung.

Schneiden Sie Ihren Rasen nach Ihrem Urlaub nicht sofort wieder auf 4 cm zurück, es bekommt der Graspflanze besser, wenn Sie dies in mehreren Etappen tun. Ich wünsche Ihnen natürlich einen aufmerksamen, netten Nachbarn, der die Rasenpflege während Ihrer Abwesenheit professionell durchführt. Oder fragen Sie doch mal bei Ihrem Gärtner nach.

 Beerenobst

Alle Beerenarten legen bereits nach der Ernte wieder den Fruchtansatz für das kommende Jahr an.

Nun, das bedeutet wie Sie es sich  sicherlich vorstellen können: die Pflanzen brauchen Nährstoffe!!!

Johannisbeeren rot wie schwarz und Stachelbeeren werden außerdem nach der Ernte zurückgeschnitten.

Sind Ihre Erdbeerpflanzen älter als 3 Jahre sollten Sie in diesem Jahr mit einer Neupflanzung starten.

Erdbeeren gehören zu den "wandernden Pflanzen". Durch Ihre Ableger und Ausläufer suchen sie sich immer wieder frischen, fruchtbaren Boden (die Natur hat immer eine Lösung!).  Da dies im Garten durch Abknipsen der Ausläufer unterbunden wird, schwächelt der Boden und die Mutterpflanze irgendwann. Wir müssen also an einem neuen Standort wieder neu beginnen.

Im Gemüsegarten sind wahrscheinlich die ersten Beete geräumt, ab August bietet Ihnen Ihr Lieblingsgärtner ein breites Sortiment neuer und bewährter Erdbeersorten ("Mieze Schindler" z.B. braucht Befruchtersorten!) an. Solange darf Ihr Boden gerne ein wenig ruhen, Urlaub machen.

Denken Sie bitte bei der Pflanzung an die richtige Pflanzhöhe/tiefe, die Praline unter den Beeren ist da etwas wählerisch und empfindsam. Pflanzabstand 30 cm / von Reihe zu Reihe 40 cm. Schöner lockerer, humoser Boden an einem sonnigen, windgeschützten Standort.

 Schnecken

Schnecke ist nicht gleich Schnecke. Gefürchtet ist vor Allem die braune Wegschnecke und andere Nacktschneckenarten.

Schnecken gehören zu den Schwächeparasiten. Man sagt auch, sie sind die  Polizisten der Natur. Kriechen sie doch oft dorthin wo kranke, schwache oder sehr weiche, getriebene Pflanzen stehen, doch es stehen natürlich auch gesunde Pflanzen auf dem Speisezettel.

Schnecken profitieren als so genannte Kulturfolger von den menschlichen Eingriffen in die Natur, sei es das Umpflügen von Ackerflächen, Anpflanzen von Monokulturen, Kunstdünger und chemischen Pflanzenschutzmittteln.

Freunde des Gärtners und natürliche Gegner der Schnecken sind: Frösche, Kröten, Molche, Blindschleichen, Insekten, Glühwürmchen, Raubspinnen, Spitzmäuse, Igel, Maulwürfe!! (wie schön!), Drosseln, Amseln. Stare, Krähen u.v.m. Schauen wir uns in vielen Gärten um, werden wir feststellen, daß es immer weniger Lebensraum und Lebensmöglichkeiten für die Nützlinge gibt. Der naturnah arbeitende Gärtner setzt genau hier an und versucht wieder ein biologisches Gleichgewicht zu schaffen.

Hilfe bieten auch Schneckenzäune, Jauchen aus Schafgarbe und Tomaten, ein bepudern der Pflanzen mit Gesteinsmehl und Algenkalk oder halten Sie sich eine große Weinbergschnecke als Haustier. Der Name könnte Gerry lauten (Warum? Lösung: fragen Sie mal Ihre Kinder oder Enkelkinder)

Achtung: Weinbergschnecken stehen auf der roten Liste, unter Naturschutz!!!!!.

Vermeiden Sie es grundsätzlich in den Abendstunden zu wässern, verlagern sie es auf die frühen Morgenstunden.

Im Neon, dem Jugendmagazin! des Stern, fand ich folgenden Artikel über die Ariolimaxschnecke:

Brooke MIller, Doktorandin über das kuriose Liebesspiel der Schnecken

 "Ein Happs - und der Penis ist weg

Die Ariolimax-Schnecken haben mich jedenfalls fasziniert, weil der sexuelle Konflikt zwischen Zwittern kaum erforscht ist. Sie sind gleichzeitig Männchen und Weibchen, und haben natürlich eine Interesse daran, dass sich ihre Erbanlagen durchsetzen. Und so haben Sie ein äußerst merkwürdiges Verhalten entwickelt....

Wenn sich zwei der Schnecken paaren, führen Sie gleichzeitig ihren Penis in ihren Partner ein. Das ungewöhnliche daran (falls Sie das nicht schon ungewöhnlich finden!) ist, dass manchmal eine Schnecke nach der Paarung den Penis ihres Partners komplett abnagt. Manchmal fangen auch beide mit dem Kauen an, und so sind nach einem Stelldichein plötzlich beide Schnecken ohne Penis.

Bisherigen Studien zufolge regeniert sich der Penis nicht, zumindest nicht innerhalb eines Jahres. Ein Penis ist etwas sehr Komplexes..........."

 Bleiben Sie fit und gut in Form! Mein ganz besonderer Wunsch für Sie.

 Der Garten, schöne Gartenpflanzen sind der ideale Ort für Sport.

Nach dem Joggen muss sich der Puls langsam wieder beruhigen. Eine wunderbaren Rahmen bietet Ihr Garten um durchzuatmen und Dehnungsübungen zu machen, während Sie gleichzeitig das Unkraut zwischen den Sommerblumen zupfen.

Wie das Radfahren oder Spazierengehen trägt die Tätigkeit im Garten zur Abwechslung und zur Ergänzung der täglichen körperlichen Fittness bei. Harken und Hacken sind also ein guter Sport. Vermeiden Sie zu lange einseitige Belastungen und legen Sie dabei immer wieder Verschnaufpausen ein, inklusive einer Erfrischung auf Ihrer Terrasse.

Das dänische Gesundheitsamt empfiehlt mindestens 30 Minuten körperliche Betätigung täglich. Der Herzverein 10.000 Schritte. Für eine dänische Firmensportkampagne wurde ermittelt, dass eine halbe Stunde Gartenarbeit 3620 Schritten entspricht!!

 Ich wünsche Ihnen schöne Sommertage, Gelassenheit für die Regentage

eine wunderschönen Urlaub mit bunten Begegnungen.

Liebe Grüße an Ihren Lieblingsgärtner/ Ihre Lieblingsgärtnerei

(es ist noch Saison für Rosen / Großstauden / Kräuter und vieles Andere!)

 Ihr

Gerhard Preuss

 Oscorna Naturdünger

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Gartenbrief Juni 2012

Restfrühlingfrühsommer!

 

Ein Blick in den Staudengarten macht zur Zeit so richtig glücklich. Die Polster und Horste haben sich so üppig entwickelt, dass der Boden schön geschützt ist vor einer Verschlämmung oder den brennend heißen Sonnenstrahlen. Unkraut hat da selten überhaupt eine Chance.

 

Die verschiedenen Geraniumsorten strahlen in weiß, pink, Lilatönen oder sie schmücken sich schon mit den charakteristischen Samenständen, welche dieser MUSSpflanze Ihren treffenden deutschen Namen gab.

Frei nach Förster möchte ich sagen: Ein Garten ohne Storchschnabel/Geranium ist ein Irrtum.

 

Über den Stauden schweben sie am Himmel.

Wie kleine Trabanten auf wackeligen Stielen. Die Blütenkugeln und Samenstände der verschiedenen Alliumsorten. Wenn die jungen wilden Spatzen sich an den Stielen festhalten neigen sie sich fast zu Boden, um später wieder locker zurückzuschwingen.

Zum üblichen blaulilakarminrosapupurrotfliederfarben darf sich nächstes Jahr gerne mal der weiße Zierlauch gesellen. Und evtl. mal eine späte Sorte, wie der Rosenlauch. Die Planung dazu ist bereits gemacht.

  

Unser Boden, moorig und mit hohem Grundwasserstand ist ganz bestimmt kein Königreich für die edelsten Züchtungen. Mutige Momente gab es genug, um schließlich demütig  nachzugeben.

Nichts desto trotz, die Wilden, die Historischen und Rambler beweisen es, sich schwierigen Bodenverhältnissen anzupassen, dank einer guten  Bodenpflege.

 

Es ist und bleibt ein Mythos: Pflanze nie eine Rose an einen Standort, an dem vorher eine Rose stand!

Das Phänomen der Bodenmüdigkeit tritt verstärkt nur auf den Vermehrungsflächen, in der Rosenproduktion auf! Und es ist nach wie vor nicht wissenschaftlich geklärt, wie sie genau entsteht!

 

Im Privatgarten können durchaus Rosen am gleichen Standort nachgepflanzt werden!!! 

Lockern Sie den Boden möglichst tief und beseitigen sie alle Wurzelreste.

Ist der Boden müde/unfruchtbar (und dies ist nicht nur ein Phänomen im Rosengarten) können Sie Ihn wunderbar und sanft wieder aufwecken, ihm sozusagen Leben  einhauchen       (6,8 Milliarden Kleinstlebewesen sind in einer Hand voll fruchtbarer Gartenerde).

 

Streuen Sie hellwach:

zwei Hände voll Oscorna Bodenaktivator 

eine Hand voll Oscorna Naturdünger  

gerne 2-3 Liter Hauskompost

wenn Sie es besonders gut meinen, etwas Oscorna Rinderdung / oder OscornaHUM

pro Quadratmeter/ bzw. vermengen Sie alles gut mit dem Erdaushub.

Und das Leben beginnt!!

Bitte denken Sie bei der Neupflanzung von Containerrosen an die richtige Pflanztiefe. Die Veredlungsstelle muss unbedingt etwa 5 cm unter der Erdoberfläche liegen, also schön geschützt vor Wind, Frost und intensiver Sonneneinstrahlung.

 

Schon sind die ersten Radieschen erntereif!

Wer hat sie entdeckt? Wenn 4 zweibeinige Grashüpfer durch den Gemüsegarten streifen bleibt Nichts verborgen und unentdeckt. Kurz das Grün abgemacht, das Radieschen an der Jeans saubergerubbelt, schon verschwinden die kleinen scharfen Kugeln im Mund.

Denken Sie rechtzeitig daran noch einmal Naschgemüse nachzusäen. Im Sommer reichen gut 3 Wochen von der Aussat bis zur Ernte.

Der Kräutergarten bietet schon reichlich für Salate, Suppen und Soßen. Ist der Schnittlauch in Blüte können Sie in radikal zurückschneiden, Oscorna Animalin als  Ernährung geben und mit einem gutem Schuss Wasser wird er Ihnen bald wieder schöne zarte Halme zum Würzen geben.

  

Es ist Juni und bei einigen Pflanzen zeigen sich immer noch die Spuren des strengen Frostes.

 

Manche Kübelpflanze die im Haus überwinterte schwächelt noch, Rosen kümmern ..........

Schauen Sie bei Ihrem Lieblingsgärtner vorbei!

Eine Flasche 1 Liter ORUS PFLANZENAKTIV ist vielleicht die Lösung. Orus ist eine Schweizer Produkt im Alleinvertrieb der Fa. Oscorna.

Flüssiger Aktivator sozusagen, die Wirkstoffe sorgen bei der Pflanze für eine Gesundung. Die Wasseraufnahme, der Nährstofftransport in der Pflanze, die gesamte Vitalität wird gefördert und gestärkt.

Es wirkt wie eine Wellnesskur und sollte daher auch mindestens 4 Wochen lang konsequent gegossen bzw. gesprüht werden (2x wöchentlich). Blatt, Rinde und Wurzel nehmen die Inhaltsstoffe auf.

Einzusetzen bei allen Pflanzen im Haus und Garten.

ORUS Pflanzenaktiv wirkt ebenfalls vorbeugend gegen Pilzkrankheiten an den Pflanzen.

Sternrußtau, Echter/Falscher Mehltau, Rost, Stachelbeermehltau, Krautfäule an Kartoffeln und Tomaten, Buchsbaumpilz............

Wichtig: Vor Gebrauch bitte immer kräftig schütteln!!! 1 Liter ist ausreichen für 100 - 500 Liter "Wellnessbad".

 

Liebe Gartenbesitzer, liebe Garten- und Pflanzenliebhaber,

ich wünsche Ihnen eine wunderschöne Frühsommertage in Ihrem Garten.

An Ihr Herz legen möchte ich die Aktionen

Offener Garten - Das offene Gartentor - Die Nacht der offenen Gärten - Die offene Pforte - In Nachbars Garten - Gartenräume -........ in Schleswig Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg.

Privatgärten öffnen für Sie an einem Wochenende oder auch einem Abend Ihr Wohnzimmer im Grünen.

Schauen Sie vorbei und lassen sich inspirieren und verzaubern. Viel Spaß dabei. Die genauen Termine für Ihre Region entnehmen Sie der Presse und dem www.

 

 

Liebe Grüße in alle Kübel, Kästen und Beete im Norden

 

Ihr Gerhard Preuß

 

Oscorna Naturdünger

über 75 Jahre konsequent natürliches Gärtnern nach dem

Vorbild der Natur

 

mehr unter

www.oscorna.de

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Gartenbrief April/Mai 2012

 Hinaus ins Grüne!

maigrün   grasgrün   olivgrün  gelbgrün   minzgrün   moosgrün  smaragdgrün   flaschengrün    patinagrün   lichtgrün   opalgrün   perlgrün  weißgrün    resedagrün   tannengrün   meergrün   limonengrün

Kein Monat, keine Jahreszeit offeriert, schenkt uns diese Frische und diese Vielzahl verschiedenster Grüntöne. Kontrastreich ohnehin und gemischt mit den Rost- und Rot- und Kupfertönen und farbenprächtigen Frühlingblumen ein wahrer Augenschmaus.

Die Erde verschwindet nun unter einem Blätterdach, einem schützenden Kleid. Ein überaus gesundes Kleinklima entsteht. Temperaturen und Feuchtigkeit bleiben konstanter, außerdem unterdrückt es das ungeliebte Aufkommen der Wildkräuter, die durch den Lichtmangel nicht keimen können. Auch entfällt das Hacken, denn der Boden wird vor starken Regenfällen geschützt. Er verkrustet nicht, seine Bewohner (Regenwurm und Co.) halten ihn locker und seine Struktur bleibt krümelig.

Sobald der Boden im Nutzgarten abgetrocknet ist (die Erde sollte an den Gartenschuhen nicht haften bleiben) beginnen Sie hier mit Ihren ersten Pflanzungen und Aussaaten.

Tiefes Graben wirkt sich ungünstig auf den Boden aus. Greifen Sie lieber zur Grabgabel, Sauzahn Dreizack und einer schönen hölzernen Harke, um Ihre Beete herzurichten.

2-3 Liter/m² eigenen Hauskompostes wirken Wunder und bilden neben Oscorna Animalin (100 g/m² = 1Handvoll) und Oscorna Bodenaktivator (150 g/m² = 2 Hände voll) das Grundgerüst für einen gesunden Boden, gesundes widerstandsfähiges Wachstum und reiche, schmackhafte Ernte.

Schön wenn Sie sich diesem Trend anschließen wollen:

Der Küchengarten ist ein Stück Lebenskultur:

säen - pflanzen - ernten - kochen - gemeinsam essen!

Nichts ist frischer gesünder als die eigene Ernte. Eine Tomate aus der Fabrik, auf Steinwolle gewachsen wird Ihnen keine Geschichte von Sonne, Erde und Regenwurm erzählen.

 

Ihr Lieblingsgärtner hält für Sie bereit:

frisches Saatgut - herkömmliche, sogenannte samenfeste Sorten

                             - Hybriden (F1) 

                             - eventuell alte Sorten / und evtl. regionale Sorten / Kulturgut!!!

vorgezogene Pflanzen in Schalen und Töpfen.

Denken Sie an Kinder und Enkelkinder. Mit einem Gemüsebeet lernen sie spielerisch Verantwortung zu übernehmen. Für die zweibeinigen Grashüpfer unvergessliche Biologiestunden mit Mama und Papa, oder den Großeltern unter freiem Himmel.

Die Ausaat verlängert das Abenteuer, es ist ein zusätzliches Erlebnis z.B. die Vielfalt verschiedenster Bohnensamen kennen zu lernen.

Warum überleben vergessene Kartoffeln aus dem vergangen Jahr trotz strengsten Frost im Boden und erfriert eine 12 Jahre alte Hochstammrose?

 

Sie sehen, auch der preußische Garten hat seine Kuriositäten und es gibt auch mal einen schmerzvollen Verlust.

Gerne halte ich Sie auf dem Laufenden was die Neupflanzung im Bauerngarten betrifft. Sprich, genau an der Stelle!!! werde ich eine neue kräftige Hochstammrose setzen, den Boden vorbereitet und verfeinert mit dem Besten was Mutter Natur hervorgebracht hat.

Oscorna Bodenaktivator 200g/m² + Oscorna Rosendünger 100g/m² + Hauskompost.

Die Ramblerrose `Lisa Marie` startet Gott sei dank nochmal ganz von der Basis neu durch.

Ich hoffe Sie haben keine allzugroßen Verluste im Rosengarten.

 

Im Alten Land blüht Ihnen was!

Birne und Kirsche sind in der Hochblüte. Es folgen die Apfelbäume!

 

Blüte des Prinzenapfel (Prinz Albrecht von Preußen), geeignet für den Sofortverzehr Oktober/November, weniger zur Lagerung. Gut für Mus und zum Backen. Sogenannter Kinderapfel, weil das Kerngehäuse recht klein ist.

 

 Gerne möchte ich zum Abschluß noch aus einem Interview mit Sarah Wiener zitieren/Süddeutsche Zeitung 27.04.2012:

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 SZ: Sie könnten ja Werbung für Mc.Donald`s oder Fertiggerichte machen wie andere Fernsehköche.

 Wiener: Vielleicht für 5 Millionen Euro, dann wander ich mit der Kohle aus`? (überlegt). Nein, ich kann`s nicht.

 SZ: Warum machen die Kollegen es?

 Wiener: Geld ist ein Transportmittel für unsere Ängste. In unserer reichen Gesellschaft könnten wir uns doch entspannen. Stattdessen fragen wir uns ständig, was ist morgen? Also machen viele noch einen Werbevertrag, egal wofür. Heute noch mal alles für mich.

Das paradoxe daran ist, damit zerstören wir das Morgen.

Agroindustrie und Industrienahrung zerstören unsere Lebensgrundlagen.

Es gibt nichts Wichtigeres als gesunde Böden.

Wir leben von dem Dreck, auf dem wir stehen.

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 Danke Frau Wiener!

 Ich wünsche Ihnen, liebe Gärtnerinnen und Gärtner einen guten Start in den Wonnemonat Mai!

 Denken Sie an die gestrengen Männer, auch Eismänner oder die sogenannten Eisheiligen!

 Mamertus, Pankratius, Bonifatius und die kalte Sophie! Schön, es geht einfach nicht ganz ohne die Damen.

 Bauernregeln:

  Pflanze nie vor der kalten Sophie!

 Servaz muss vorüber sein, will man vor Nachfrost sicher sein!

Liebe

Grüße in den Norden

 

Oscorna Naturdünger

Gerhard Preuss 

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