Buchsbaumtriebsterben

 

Buxbaumpilz
Da wir in letzter Zeit schon des öffteren die Frage gestellt bekommen haben :
"Mein Buchsbaum wurde innerhalb von 5 Tagen braun. Was kann ich da machen?"
haben wir hier mal einige Informationen zu diesem ominösen Blattfall zusammengestellt.

 

 

 

 



Krankheiten beim Buchs
Die meisten Krankheiten beim Buchs kündigen sich durch das Abwerfen von Blättern an. Schon junge Blätter haben orange-braune Flecken und ältere einheitlich braune Verfärbungen, zudem ist die Rinde mit dunklen bis schwarzen Streifen durchzogen. Es handelt sich bei dieser Krankheit um den Pilz Cylindrocladium buxicola. Nach Perioden mit andauernden Niederschlägen tritt dieser Pilz besonders häufig auf.

Buxbaumpilz befallene BlätterAls eigenständige Pilzerkrankung wurde der Erreger erst im Jahr 2002 identifiziert und ist in Westeuropa und Neuseeland seitdem mit atemberaubendem Tempo auf dem Vormarsch.

Über mehrere Jahre mussten Sie untätig zusehen, wie Ihre Buchsbäume, oft nach vielen Jahren der intensiven Pflege, schnell Trieb für Trieb abgestorben sind.

Ähnliche Symptome hat das Volutella-Zweigsterben (Volutella buxi). Diese Krankheit beginnt mit fahlgrün verfärbten Blättern, die schließlich vertrocknen. Auch hier sterben ganze Triebe ab. Deutlich zu identifizieren ist dieser Pilz durch seine rosa gefärbten Pilzlager. Ins Auge fallen auch die krebsartigen Wucherungen, die am Ansatz stärkerer Triebe auftreten.

Infektion
Der Pilz dringt über die Cutikula(oberste Blattschicht) in das Blatt ein.
Die Infektion ist über die gesunde, unbeschädigte Kutikula möglich; Wundstellen oder Verletzungen sind nicht notwendig, erhöhen aber das Infektionspotential um ein Vielfaches!!!
5-7 Stunden Blattnässe reichen zur Infektion aus; nach 3 Stunden hoher Luftfeuchte keimen die Sporen.
Wachstum des Pilzes ab 5 °C möglich; optimale Entwicklungstemperatur ca 25 °C.
Ab 30 °C wird das Wachstum eingestellt.

Überdauerung der Sporen in abgestorbenem Pflanzenmaterial mindestens 4 Jahre möglich


Vorbeugung: Hygiene!
Blattnässe vermeiden!
Verbreitung über Spritzwasser, Luft- und Windbewegung möglich


Aussortieren und Vernichten befallener Pflanzen

 ausgepflanzte Pflanzen - Rückschnitt bis ins gesunde Holz, sofern möglich.
Desinfektion von Werkzeug, Schuhe, Hände !!!


Bekämpfung

Kranke Pflanzenteile entfernen!
Falllaub entfernen!

Folgende Pflanzenschutzpräparate sind gegen Cylindrocladium buxicola im Haus- und Kleingarten zugelassen:

'Boccacio Rosen Pilz-Frei®' von Dr. Stähler,

 sowie "Folicur®" oder "Baymat®" (Wirkstoff:Tebuconazol) von der Firma Bayer.

 

'Boccacio Rosen Pilz-Frei®' wirkt vorbeugend und bekämpft im Vorfeld die Pilzsporen, bevor sie die Pflanze infizieren können, d.h. die Pilzkeimung wird unterbunden.

Folicur® oder Baymat® wird von der Pflanze aufgenommen (wirkt systemisch) und ist somit vor Auswaschung geschützt. Es wirkt vorbeugend und heilend von außen und von innen(vorhandenes Pilzmycel wird bekämpft). Wie bei allen Pilzkrankheiten gilt auch beim Triebsterben „früh Handeln ist besser als heilen“. Mit einer Anwendung können sie Ihre Pflanzen bis zu 3 Wochen schützen. Die systemische Wirkung von Folicur® oder Baymat® behandelt die bereits in die Pflanze eingedrungene Pilzinfektion von innen und fördert zusätzlich die Bildung von intensivem Blattgrün und kompaktem Wuchs. Über die Kontaktwirkung werden Pilzsporen auf der Blattoberfläche daran gehindert, in die Pflanze einzudringen.

Für optimale Ergebnisse sollte die Behandlung möglichst früh erfolgen und gemäß Gebrauchsanleitung wiederholt werden.

Die einzelnen Präparate haben unterschiedliche Wirkstoffe.

Damit keine Resistenzen auftreten, sollte man den Wirkstoff gelegentlich wechseln.  

Man kann diese Mittel auch mischen. Bitte fragen Sie das Pflanzenschutzamt oder die jeweiligen Hersteller der Pflanzenschutzmittel oder unsere Mitarbeiter über die Mischungsverhältnisse und Vorsichtsmassnahmen. Durch die Behandlung mit beiden Mitteln haben Sie sowohl eine optimale Wirkung gegen den vorhandenen Befall, als auch gegen Neuinfektionen. Da der Pilz bei feucht-warmer Witterung aktiv ist, sollte man im Frühjahr bei erhöhtem Infektionsrisiko 3 Spritzungen im Abstand von 7-10 Tagen vornehmen und hat in dieser Zeit sowohl den Pilz bekämpft, als auch eine Neuinfektion verhindert.

Das "Rosen-Pilzfrei Baymat plus AF" hat zwei Wirkstoffe (vorbeugend und bekämpfend) und ist somit eine fertige Mischung gegen den Buxbaupilz.

 

Orus 

Um dem Buxbaum nach der Behandlung mit Fungiziden bei seinem neuen Austrieb zu unterstützen, empfiehlt sich der Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln.

Orus Pflanzenaktiv beispielsweise fördert den Neuaustrieb und der Buxbaum kann sich schneller von der Krankheit erholen.

 

Auch auf biologisch Weise kann man dem Buxbaumpilz entgegentreten.

Frau K.Hilbrecht behandelt schon mehrere Jahre ihre Buxbäume mit Oscorna® Produkten und hat bislang keinen Befall vom Buxbaumtriebsterben in ihren Garten gehabt, obwohl in ihrer Nachbarschaft extremer Befall vorhanden ist.

 

Ihre Düngeempfehlung/Pflegeempfehlung:

Im Frühjahr (März-April) 150g/m² Animalin + 150g/m² Bodenaktivator

Im Sommer (Juni/Juli)  150g/m² Bodenaktivator

 

und zusätzlich

Jeweils nach dem Schneiden der Buxbäume 4-6 Wochen lang

(1x/Woche) mit Orus Pflanzenaktiv (2 Dosierkappen auf 10 Liter Wasser) die Buxbäume mit der Gießkanne überbrausen.